Elektro-Abfischung: Rund 800 Tiere gerettet
Neues Leben im Rhein-Herne-Kanal

Unter anderem auf dem Ostbachteich wurde die Abfischung durchgeführt. 
Foto: Michael Paternoga/Stadt Herne

Viele Fische müssen im Sommer ums Überleben kämpfen, wenn sie in Teichen leben. Aus diesem Grund zogen die Tiere in den Kanal um...

Der Fachbereich Stadtgrün bewertet die Elektro-Abfischung der vergangenen Tage als Erfolg. „Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden, es hat alles problemlos funktioniert“, sagt Thilo Sengupta, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Stadtgrün. Wie bereits berichtet, war eine externe Firma damit beauftragt worden, die Teiche im Ostbachtal und im Dorneburger Park abzufischen.
Die Maßnahme war erforderlich, weil sich durch die Witterungsverhältnisse der Sauerstoffgehalt im Wasser zusehends verringerte. Erfreulich ist aus Sicht des Fachbereichs insbesondere die Tatsache, dass die dort vermuteten größeren Fische durch die Umsetzung in den Rhein-Herne-Kanal gerettet wurden. Insgesamt landeten 13 Tiere mit einer Länge von mehr als 70 Zentimetern im Kescher. Im nördlichen Ostbachteich waren es zwei Hechte, drei Karpfen und ein Wels, im südlichen drei Hechte, zwei Aale und ein Karpfen. Aus dem Dorneburger Teich wurde Karpfen gefischt. Insgesamt wurden etwa 800 Fische gefangen. Die mit Abstand größte Gruppe war die Schleie mit 541 Exemplaren.
Die Elektro-Abfischung ist für die Tiere unschädlich. Die Fische wurden lebend eingefangen und – in Abstimmung mit der unteren Fischereibehörde beziehungsweise mit Zustimmung des Landesfischereiverbandes – in den Rhein-Herne-Kanal umgesetzt.
Wie langfristig insbesondere mit dem nördlichen Ostbachteich umgegangen werden soll, soll ein für den Herbst angekündigtes Gutachten aufzeigen. „Hier erwarten wir Handlungsempfehlungen, die vielleicht auch bei anderen Teichen im Stadtgebiet umgesetzt werden können“, so Sengupta.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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