Das Technische Hilfswerk baut Schutzzaun entlang der Hofstraße auf
Wenn Kröten Auto fahren

Mithilfe von fünf Bundesfreiwilligen baut das Technische Hilfswerk an der Hofstraße den Schutzzaun auf.
 Foto: Patrick Mammen/Stadt Herne
  • Mithilfe von fünf Bundesfreiwilligen baut das Technische Hilfswerk an der Hofstraße den Schutzzaun auf.
    Foto: Patrick Mammen/Stadt Herne
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Kröten und Frösche bewegen sich nicht immer auf vier Beinen fort. Im Herner Westen wurde für die Amphibien ein Shuttle-Verkehr zum Tierheim eingerichtet.

1300 Tiere nutzten im vergangenen Jahr diesen öffentlichen Bring-Service. Und dieser funktioniert auch weiterhin so: Die Kröten werden an einem Schutzzaun an der Hofstraße eingesammelt und von den Helfern in ein Biotop am nahegelegenen Tierheim gebracht.

"Wir sind in zwei Schichten unterwegs; eine morgens und eine abends", beschreibt Sabine Breuckmann ihre freiwillige Tätigkeit. Diese übt die Tierschützerin bereits seit acht Jahren aus. Sie und andere freiwillige Helfer sorgen dafür, dass die Amphibien an der Stadtgrenze zu Gelsenkirchen nicht von Autos überrollt werden. Aktuell bauen acht Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes den Zaun entlang der Hofstraße auf. Er wird auf beiden Seiten rund 600 Meter lang werden.

Tiere fallen in Eimer

Vor der Absperrung werden Eimer vergraben, in die die Kröten und Frösche fallen. „Die holen wir aus den Eimern heraus, packen sie in andere Eimer und fahren damit zum Biotop am Tierheim“, sagt Brauckmann. In einer Wagenladung hatte sie mal mehr als 90 Tiere. "Die bleiben in den Eimern sitzen. Hüpfende Frösche hatte ich im Auto noch nie“, so die Tierschützerin. Es werden überwiegend Erdkröten und Molche eingesammelt, die sich am frühen Morgen und abends auf den Weg machen.

Den Einsatz des Technischen Hilfswerkes leitet Aimo Glaser. Für ihn, drei Mitarbeiter und fünf Menschen, die den Bundesfreiwilligendienst leisten, ist diese Arbeit eine Premiere. Bevor der Aufbau des Schutzzauns beginnen konnte, musste die Stadt die Bankette auf beiden Seiten freischneiden lassen. Nur so erhielt der Zaun ausreichenden Platz. Dank der Unterstützung durch das Technische Hilfswerk hätten sich die Ausgaben für die Stadt auf maximal 1000 Euro reduziert, so Martin Pawlicki von der Unteren Landschaftsbehörde.

Tierschutz auch am Gysenberg

Aktiv sind die Naturschützer in diesen Tagen auch am Gysenberg. Wie jedes Jahr wird während der Wanderungen die Zufahrt zu den vorderen neuen Parkplätzen und des Wendehammers am Forsthaus durch eine Schranke gesperrt. Die Sperrung erfolgt ab 18 Uhr und dauert bis in die Morgenstunden. Dort abgestellte Fahrzeuge sollten daher spätestens bis 18 Uhr weggefahren werden.

Die Krötenwanderung beginnt Ende Februar und dauert in der Regel bis Mitte April. Wer die Tierschützer in dieser Zeit unterstützen möchte, erhält beim Fachbereich Stadtgrün unter der Telefonnummer 02323/162363 weitere Informationen.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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