Wochenblatt-Redakteur Rainer Rüsing mit dem Herner Spatz ausgezeichnet
Wer die Natur liebt

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Spatz oder Spätzchen, so nennen Partner sich gerne. Der Spatz ist aber nicht nur auf Platz vier der beliebtesten Kosenamen, sondern in Herne noch in anderer Funktion ein besonderer Sympathieträger...

Von Jennifer Humpfle

Mit dem „Herner Spatz“ werden alle zwei Jahre Menschen, die sich „in vorbildlicher Weise um den Natur- und Umweltschutz in unserer Stadt“ verdient gemacht haben, von der Biologischen Station Östliches Ruhrgebiet ausgezeichnet. In diesem Jahr geht die Anerkennung an den ehemaligen Lokalredakteur des Herner Wochenblatts Rainer Rüsing.
„Ehrenamtliches Engagement und die Berichterstattung der Presse sind für unsere Arbeit sehr wichtig“, betont Götz Heinrich Loos, Vorstandsvorsitzender der Biologischen Station Östliches Ruhrgebiet. Ohne Hobby-Profis wären nicht nur die Erkenntnisse über Arten geringer, sondern auch die Möglichkeiten des Umweltschutzes. Ebenso wichtig sei die mediale Berichterstattung, die die Belange des Naturschutzes immer wieder in den Fokus rückt. „Deshalb ehren wir nicht nur Rainer Rüsing, sondern zugleich alle, die als Medienvertreter den Natur- und Umweltschutz in besonderer Weise berücksichtigen.“
Christian Stratmann, Prinzipal des Mondpalastes, bezeichnet den 65-Jährigen Rainer Rüsing in seiner Laudatio als „Gewächs des Ruhrgebiets.“ Der gebürtige Essener setzte sich schon in seiner Jugend für den Naturschutz ein. Mit 16 Jahren wurde er Mitglied im Naturschutzbund Essen, wo er bis heute aktiv ist. Noch bevor Rüsing einen konkreten Bezug zu Herne hatte, zog es ihn und seine Familie nach Herne. „Ihm und seinen Kindern unvergessen sind bis heute die BUND-Amphibien-Beobachtungen im Voßnacken mit Jürgen Fröchte und die NABU-Streifzüge zu Waldkauz und Feuersalamander mit Norbert Kilimann.“ Noch heute gebe es Fotos, die seine Tochter mit einem Feuersalamander zeigen, verrät der Preisträger.
Seine Freude an der Natur und an der Vogelwelt entdeckte Rüsing bereits früh und verlor sie auch nicht aus den Augen, als er später als Journalist tätig wurde. Christian Stratmann bescheinigte ihm in seiner Laudatio „eine gute Schreibe“, die es ihm ermöglichte, den Journalismus mit seiner Freude an der Natur und der Umwelt zu verbinden. So scheint es nicht verwunderlich, dass er an dem Buch „Die Vögel von Essen und Mülheim an der Ruhr“ mitwirkte und des Öfteren mit der Funktion als Vogelschutzwart betraut wurde.
Welche Möglichkeiten Journalisten haben, den Naturschutz in die Berichterstattung einzubinden, erklärt Mark vom Hofe. Als Beispiel nennt der ehemalige WDR-Redakteur eine Wanderreihe: „In einfacher und verständlicher Form kann man so den Menschen die Natur näher bringen, aber gleichzeitig problematisieren, um Bewusstsein zu schaffen.“ Ebenso wie Mark vom Hofe möchte sich Rainer Rüsing trotz seines Ruhestands weiter für den Naturschutz einsetzen: „Jetzt habe ich mehr Zeit, um beim Nabu wieder aktiver zu sein.“ Seinen Lieblingsvogel schaut er sich übrigens im Herbst an der Ostsee an. „Die Kraniche kommen dorthin, um für den Winter zu fressen.“

Christian Stratmann, Prinzipal des Mondpalastes, hielt die Laudatio auf Rainer Rüsing. Foto: Stefan Kuhn
Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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