Apotheke statt Grundschule

Bevölkerungsrückgang und Überalterung sind hohe Herausforderungen, denen die Stadt  gewachsen sein muss  (von links): Planungsdezernent Karlheinz Friedrichs sowie Jördis Döll und Volker Bleikamp (beide Fachbereich Stadtentwicklung). WB-Foto: Erler
  • Bevölkerungsrückgang und Überalterung sind hohe Herausforderungen, denen die Stadt gewachsen sein muss (von links): Planungsdezernent Karlheinz Friedrichs sowie Jördis Döll und Volker Bleikamp (beide Fachbereich Stadtentwicklung). WB-Foto: Erler
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„Da werden Schulen wunderschön renoviert mit Mitteln aus dem Konjunkturprogramm und plötzlich stellt man fest: Sie stehen am falschen Platz und haben zuwenig Schüler“, stimmt OB Horst Schiereck auf das Thema ein. „Oder es wird ein neuer Sportplatz eröffnet in einer Gegend, in der es nur wenige Vereine und wenige Kinder gibt.“
So solle es natürlich nicht sein, betont der Oberbürgermeister und hat auch gleich ein neues Instrument zur Hand, mit dessen Hilfe die Infrastruktur der Stadt vor dem Hintergrund angespannter Haushaltslage auf drastisch sinkende Einwohnerzahlen und Überalterung abgestimmt werden soll: die Immobilien- und Flächenkonferenz (IFK).
„1961 hatten die damals noch selbstständigen Städte Herne und Wanne-Eickel zusammen 220.000 Einwohner“, rechnet Planungsdezernent Karlheinz Friedrichs vor. „2030 werden es voraussichtlich nur noch 150.000 sein.“ Man müsse sich also unter anderem überlegen: „Was machen wir mit den städtischen Gebäuden? Es ist zu überlegen, ob wir Schulen renovieren, die bald geschlossen werden. Oder ob wir KiTas einrichten, von denen wir jetzt schon wissen, dass sie in zehn bis 15 Jahren nicht mehr gebraucht werden.“
Eine neue Nutzung des Geländes ist bislang bei der Grundschule Diedrichstraße (Regenbogenschule) gelungen: Nach der Verlagerung der Grundschule entsteht dort ein Edeka-Markt, der voraussichtlich 2014 eröffnet wird.
Nicht mehr benötigte Schulen bieten weitere Chancen: Volker Bleikamp vom Fachbereich Stadtentwicklung kann sich gut vorstellen, in den Gebäuden etwa eine Apotheke, Arztpraxen und kleinere Lebensmittelgeschäfte zur Verbesserung der Nahversorgung unterzubringen.
Und OB Schiereck hat noch ganz andere Probleme, die aus dem Bevölkerungsschwund erwachsen: „Ich brauche keine Mittel für zusätzlichen Wohnungsbau, ich brauche Mittel, um nicht mehr benötigte Häuser abzureißen.“ Viele Arbeit also, die die IFK schultern muss.

Autor:

Bernhard W. Pleuser aus Essen-Kettwig

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