Autobahnkreuz Herne erhält einen neuen Tunnel
Baustart im Frühjahr

Das Luftbild zeigt den zukünftigen Verlauf des Tunnels Baukau. Quelle: Straßen.NRW

Es ist die wichtigste Änderung beim Neubau des Autobahnkreuzes in Herne: Anstelle der alten Überleitung von der A43 in Richtung Münster auf die A42 in Richtung Oberhausen geht es künftig durch den Tunnel Baukau.
Nun wurde der Auftrag für den Bau vergeben, im Frühjahr sollen die Arbeiten beginnen. Der Tunnel wird insgesamt 550 Meter lang, dazu kommen 185 Meter des sogenannten Trogs, also einer tunnelartigen Einfahrt, die aber kein Dach besitzt. Zudem erhält er zwei Fahrstreifen sowie Gehwege an beiden Seiten, auf denen sich Autofahrer im Notfall in Sicherheit bringen können. Daher wird er knapp 10 Meter breit sowie 4,70 Meter hoch.
Insgesamt kosten die Bauarbeiten 67,2 Millionen Euro. Darin ist allerdings auch schon die komplette Sicherheitstechnik enthalten – unter anderem die Tunnelsperranlage, die Beleuchtung und die Belüftung. Apropos Sicherheit: Der Tunnel erhält einen Fluchtstollen, der auf der Baukauer Straße endet. Aus Sicherheitsaspekten und wegen des engen Kurvenradius‘ darf in der Überleitung nur mit 60 Kilometer pro Stunde gefahren werden.
Der Tunnel Baukau wird in der so genannten offenen Bauweise gebaut. Das bedeutet, dass die Baustelle nach oben offen bleibt und der Tunnel später einen Deckel erhält, im Gegensatz zu einer geschlossenen, unterirdischen Bauweise. Schwierig wird es an den Bahngleisen, die der Tunnel kreuzt: Diese können nicht einfach abgebaut werden, die offene Bauweise ist hier nicht möglich. Stattdessen werden mit Beton gefüllte Stahlrohre darunter geschoben, die eine stabile Decke bilden. So kann der Tunnel auch unter den Gleisen gebaut werden, selbst wenn darüber die Züge fahren.
Die Bauarbeiten in Herne werden frühestens im April beginnen, Bauende ist voraussichtlich im Sommer 2022.

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