Großveranstaltungen sind aus Sicht der Stadt aktuell nicht planbar
Crange fällt dieses Jahr aus

Die Cranger Kirmes ist eines der größten Volksfeste Deutschlands. Sie soll im kommenden Jahr möglichst unbeschwert gefeiert werden. Foto: Isabel Diekmann/Stadtmarketing
  • Die Cranger Kirmes ist eines der größten Volksfeste Deutschlands. Sie soll im kommenden Jahr möglichst unbeschwert gefeiert werden. Foto: Isabel Diekmann/Stadtmarketing
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Die Cranger Kirmes wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Die Stadt entschied sich zur Absage des Volksfestes und gab dies am Montag per Pressemitteilung bekannt.

Der Entscheidung waren Gespräche mit Experten und den Schaustellern vorausgegangen. Eine Veranstaltung mit mehr als vier Millionen Besuchern sei auch im Herbst nicht durchzuführen, teilte das Presseamt der Stadt mit. „Das ist wohl eine der schwersten Entscheidungen, die ich bisher in meiner Amtszeit treffen musste“, erklärte Oberbürgermeister Frank Dudda.

Zur historischen Einordnung: 1945, also im letzten Jahr des Zweiten Weltkrieges, fiel die Cranger Kirmes zum letzten Mal aus.

Zurzeit gilt ein Verbot von Großveranstaltungen bis Ende August. Die Stadt hatte in den vergangenen Tagen geprüft, ob eine Verlegung der Kirmes in den Oktober möglich sei. Letztendlich hätte die derzeit unsichere Lage, ob im Herbst eine Veranstaltung dieser Größenordnung durchgeführt werden dürfe, zu ihrer Absage geführt. Damit ereilt die Cranger Krimes dasselbe Schicksal wie andere große Volksfeste wie zum Beispiel das Oktoberfest in München und die Cannstatter Wasen in Stuttgart.

Veranstalter, Schausteller und Ordnungsbehörden brauchen für die Vorbereitungen der Kirmes Planungssicherheit. Diese werde es in diesem Jahr nicht geben, so die Einschätzung der Stadt. „Nach den Prüfungen von alternativen Terminen und Gesprächen über andere Konzepte ist nun der Zeitpunkt gekommen, endgültig zu entscheiden“, so Frank Dudda.

Der Oberbürgermeister stand zuvor im Austausch mit seinem Münchner Amtskollegen Dieter Reiter und dem Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel. In der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen findet die Rhein-Kirmes stets vor der Cranger Kirmes statt.

Das Risiko, dass in Zeiten der Corona-Pandemie für Menschen Gesundheitsgefahren von der Kirmes ausgehen, können Schausteller, Ordnungsbehörden und Veranstalter nicht eingehen. „Ich bin vor allem den Schaustellern um ihren Präsidenten Albert Ritter dankbar, dass sie diese Entscheidung mittragen“, sagt Dudda.

Mit den Schaustellern aus Herne werde nun über Brückenprojekte gesprochen, damit sie in diesem Jahr nicht völlig ohne Einnahmequelle dastehen. In diesen Prozess wird auch die Herner Wirtschaftsförderungsgesellschaft mit einbezogen. Holger Wennrich, Geschäftsführer des Stadtmarketings: „Eine auf Biegen und Brechen durchgeführte Cranger Kirmes hätte den Menschen nur einen Bruchteil der Lebensfreude vermittelt."

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

11 folgen diesem Profil

2 Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen