Das Ruhrgebiet erhält den Titel zum zweiten Mal
Der Pott bleibt fair

Das Ruhrgebiet erhält für weitere zwei Jahre die begehrte Auszeichnung „Faire Metropole“ und nimmt die erneuerte Urkunde in Empfang.Foto: B. Steinacker
  • Das Ruhrgebiet erhält für weitere zwei Jahre die begehrte Auszeichnung „Faire Metropole“ und nimmt die erneuerte Urkunde in Empfang.Foto: B. Steinacker
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Industriestandort, Fußballregion, Kulturhauptstadt, all das ist das Ruhrgebiet. Aber es ist noch viel mehr. Für weitere zwei Jahre darf es sich mit dem Titel „Faire Metropole“ schmücken.

2013 erhielt das Ruhrgebiet als erste Großregion weltweit den Titel. Die Auszeichnung geht zurück auf das Engagement des Netzwerks "Faire Metropole Ruhr". Seit vielen Jahren bündelt es die Aktivitäten von zivilgesellschaftlichen, kirchlichen und kommunalen Akteuren rund um das Eine-Welt-Engagement und den Fairen Handel im Ruhrgebiet. Bereits 2012 wurde das Netzwerk dafür mit dem "Fairtrade Award" in Berlin ausgezeichnet. Koordiniert wird es von vier Mitarbeitern in der Geschäftsstelle des Eine-Welt-Zentrums an der Overwegstraße.
Insgesamt wurden 38 Kommunen sowie der Kreis Wesel mit dem Titel "Fairtrade-Town" ausgezeichnet. Darunter sind neben größeren Städten wie Dortmund, Essen und Duisburg auch kleinere Kommunen wie Waltrop und Herten. Herne ist bereits seit 2011 Fairtrade-Stadt und wurde in diesem Jahr erneut ausgezeichnet. „Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des Fairen Handels im Ruhrgebiet", sagt Markus Heißler, Sprecher des Netzwerkes. "Wir haben schon viel erreicht und wir sind sicher, dass wir auch die verbleibenden Städte noch überzeugen können, mitzumachen".
Die 53 Kommunen und vier Kreise des Ruhrgebiets haben sich verpflichtet künftig auf Produkte aus Kinderarbeit in ihrer Beschaffung zu verzichten. Seitdem ist es erklärtes Ziel, dass alle Teilnehmer "Fairtrade-Town" werden sollen.
Zu den Projekten des Netzwerkes gehört unter anderem die Kampagne „Der Pott kocht fair“, die kürzlich ihr 20-jähriges Bestehen feierte. Mehr als 30 Städte bieten mittlerweile einen fair gehandelten und biologisch angebauten Kaffee an.
Darüber hinaus wurde im vergangenen Sommer ein besonderer Ratgeber veröffentlicht. Unter dem Titel „Buy good Stuff“ weist er den Weg zu nachhaltig produzierter Mode. Mittlerweile ist die erste Auflage mit 10000 Exemplaren fast vergriffen.
Das Netzwerk setzt sich aber auch für faire und nachhaltige Großveranstaltungen im Ruhrgebiet ein. So hat es unter anderem die Ruhrfestspiele in Recklinghausen beraten und den „Leitfaden für faire Veranstaltungen“ veröffentlicht.
Weitere Informationen: faire-metropole-ruhr.de

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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