Herner Ratsherr wettert gegen neue Impf-Verordnung des Landes
"Düsseldorf missachtet Kinder- und Jugendarbeit"

SPD-Ratsherr Ulrich Klonki will nicht hinnehmen, dass bei Ehrenamt und Beruf mit zweierlei Maß gemessen wird.
  • SPD-Ratsherr Ulrich Klonki will nicht hinnehmen, dass bei Ehrenamt und Beruf mit zweierlei Maß gemessen wird.
  • Foto: SPD Herne
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Nach Meinung von SPD-Ratsherr Ulrich Klonki klafft in der aktuellen Impf-Verordnung des Landes ein Loch: Eine Vielzahl von Berufsgruppen, darunter Gerichtsvollzieher, Beschäftigte in Einzelhandel und der Kinder- und Jugendarbeit, können nun Termine über die Kassenärztliche Vereinigung buchen. Dafür müssen sie eine Bescheinigung des Arbeitgebers vorlegen. Menschen, die sich im Ehrenamt engagieren, fallen durch dieses Raster.

"Dies ist vor dem Hintergrund der in wenigen Wochen beginnenden Sommerferien und dem nachvollziehbaren Anliegen des bis dahin bestehenden Impfschutzes der Hauptberuflichen und Ehrenamtlichen mehr als ärgerlich", schimpft der Vorsitzender des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie im Rat der Stadt Herne. Noch schwerer wiege allerdings, dass es sich offensichtlich nicht um ein Versehen des NRW-Gesundheitsministeriums handele. Vielmehr würden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendarbeit "bewusst nach hinten geschoben". Klonki hält Ferienfreizeiten für akut gefährdet. Die Landesregierung müsse dringend Abhilfe schaffen, weil freie Träger ohne Ehrenamtliche derlei Programme absagen müssten.

Ferienfreizeiten gefährdet

Als grobe Missachtung bezeichnet Klonki auch die Ausstattung mit Corona-Schnelltests. Von der angeforderten Menge für haupt- und ehrenamtlich Tätige stellt das Land gerade einmal 37 % zur Verfügung. "Diese Reduzierung ist ein Skandal!", so der SPD-Politiker. "Man kann seitens der Landesjugendämter nicht erst eine Abfrage starten, die sich eindeutig an Fachkräfte und Ehrenamtliche in Einrichtungen und Verbänden richtet und dann plötzlich überrascht sein, wie viele ehrenamtlich Engagierte in der Kinder und Jugendarbeit auch in Corona-Zeiten aktiv sind und dann einen Rückzieher bei der Bereitstellung von Tests machen." Klonki fordert Düsseldorf auf, die Defizite unverzüglich zu beseitigen. Das Dilemma ist ein Tagesordnungspunkt in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie am 26. Mai.

Autor:

Lokalkompass Herne aus Herne

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