Ausbildungsmarkt: Auf fünf Plätze kommen zehn Bewerber
Flexibilität bleibt wichtig

Ohne Ausbildung geht es nicht. Wer nach der Schule eine erfolgreiche berufliche Zukunft anstrebt, sollte sich früh Gedanken machen. „Die Erfahrung zeigt, dass jedes Jahr, was nach der Schule ungenutzt bleibt, die Chance auf einen Ausbildungsplatz verschlechtert. Genau das wollen wir vermeiden“, sagt Regine Schmalhorst, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit. Ihr Anliegen ist es, jungen Menschen auf dem Weg in das berufliche Leben so gut wie möglich zu unterstützen.
Bedenkt man, dass 60 Prozent aller Arbeitslosen über keine abgeschlossene Ausbildung verfügen, wird schnell deutlich, wie wichtig sie ist. Möglichkeiten gibt es viele: Es gibt schulische Ausbildungen, duale Ausbildungen oder Studiengänge. Wichtig ist, dass man sich entscheidet und keine Zeit ins Land ziehen lässt. Schmalhorst empfiehlt allen Interessierten, sich auch mit Alternativen auseinanderzusetzen. Nicht selten kommt eine Alternative dem ursprünglichen Wunschberuf sehr nahe. Bewerber, die noch keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben, sollten sich bei unserer Berufsberatung melden. In vielen Berufsbereichen gibt es auch jetzt noch ausreichende und attraktive Angebote an Ausbildungsstellen.
Wer zweifelt sollte wissen: Eine duale Berufsausbildung kann auch eine gute Alter-native zum Studium sein. Erst recht, wenn man sich bei der Berufswahl noch nicht sicher ist. Ein Studium ist auch nach einer Berufsausbildung jederzeit möglich und vielleicht auch effizienter, da zusätzliche Lebenserfahrung und erste berufliche Kenntnisse erworben wurden. Gibt es Schwierigkeiten beim Studium, kann auch jederzeit auf die Ausbildung zurückgegriffen werden. Schmalhorst: „Die duale Ausbildung ist über die Grenzen Deutschlands hinaus gut bekannt und wird sehr geschätzt.“
Betriebe, die Zeit und Geld für die Ausbildung im eigenen Betrieb investieren, werden weniger die Auswirkungen des Fachkräftemangels zu spüren bekommen. Wichtig bei der Auswahl des Nachwuchses sei, so Schmalhorst, sich immer einen persönlichen Eindruck von den Stärken des Bewerbers zu machen. Formale Eckdaten wie zum Beispiel Zeugnisse, dürfen nicht alleiniger Entscheidungsfaktor bei der Auswahl des Nachwuchses sein. Die Erwartungshaltung der Betriebe an die jungen Menschen spielt daher auch eine wichtige Rolle.
Von Oktober bis Ende meldeten sich 1312 Bewerber bei der Agentur für Arbeit. Das sind gegenüber dem Vorjahr 28 junge Männer und Frauen oder 2,1 Prozent weniger. Bis März hat der gemeinsame Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und des Jobcenters Herne 663 Berufsausbildungsstellen eingeworben. Verglichen mit dem Vorjahr ist dies ein leichter Rückgang um 16 Stellen oder 2,4 Prozent. Aktuell kommen in Herne auf fünf Ausbildungsstellen zehn Bewerber.

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