CDU plädiert für Autoverkehr auf der Bochumer Straße, Grüne wollen Radfahrer schützen
Freie Fahrt für alle?

Sicher ist sicher: Auf der Bochumer Straße kommt der Radverkehr zu kurz, finden die Grünen. Foto: Elmar Koenig

Der Radverkehr auf der Bochumer Straße ist schon seit Jahren ein Politikum. Diese beiden extremen Positionen stehen sich gegenüber: Die CDU plädiert für jeweils zwei Fahrspuren in beide Richtungen, Bündnis 90/Die Grünen wollen einen Radstreifen mit einer Breite von drei Metern.

Unklar scheint die generelle Position der SPD zum Radverkehr in Herne zu sein. So kritisieren die Grünen, dass die Sozialdemokraten gemeinsam mit der CDU im Planungsausschuss einen Antrag zur Umgestaltung der Sodinger Straße zugunsten des Radverkehrs ohne Begründung abgelehnt hätten. Der Ausbau der Bochumer Straße zugunsten des Autoverkehrs im Abschnitt zwischen der A43-Anschlusstelle Bochum-Riemke und dem Innenstadtring sei zudem ein im Wahlprogramm 2014 erklärtes Ziel des SPD.

Fakt ist: Diese Umgestaltung könnte nicht alleine in Herne entschieden werden, da sich der erste Teil des Abschnittes nördlich der Autobahn auf Bochumer Boden befindet. Ein Herner Alleingang würde das Verkehrsaufkommen auf dieser Straße kaum entlasten, da eine teilweise zweispurige Lösung lediglich den Effekt eines Flaschenhalses hätte. Die Erfahrung zeigt, dass sich hier der Verkehr bis zum Kreisverkehr und damit auf Bochumer Boden staut und danach etwas flüssiger läuft.

Wer regelmäßig auf dieser Strecke zwischen Herne und Bochum pendelt, macht außerdem die Erfahrung, vor allem im Abschnitt zwischen den Autobahnen 43 und 40 auf der Fahrt in südliche Richtung im zähen Verkehr zu stecken. Dieser Abschnitt, der sich ausschließlich auf Bochumer Boden befindet, ist durchweg zweispurig in beide Fahrtrichtungen angelegt.

Bündnis 90/Die Grünen spricht sich dafür aus, im Idealfall Radstreifen mit durchgezogener Linie anzulegen. Dies sei aus Sicht von Experten die sicherste Variante für Radfahrer heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Da der Anteil der Straßenflächen auf Herner Stadtgebiet sehr hoch sei, sei aus kaum möglich, den Platz für Radfahrer zu vergrößern ohne den Autofahrern Platz zu nehmen.
Jörg Höhfeld, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, begrüßt, dass die Stadtverwaltung den Ausbau des Radverkehrs offensichtlich vorantreiben möchte. "Der Ausbau der Radwege wird überall betrieben, gerade Hauptverkehrsadern werden sicher fahrbar gemacht. Die Begründung der Verwaltung ist vollumfänglich nachvollziehbar. Schön, dass die SPD im Planungsausschuss, offenbar anders als im Bezirk, das erkannt hat. Es bleibt zu hoffen, dass hier kein fauler Kompromiss gefunden wird."

Vor allem die Sicherheit sei ein Grund für den Ausbau des Radstreifens. Höhfeld merkt an, dass sich auf der Bochumer Straße Autofahrer immer noch verkehrswidrig verhalten würden. So würden Autos auf dem Schutzstreifen parken und oftmals nebeneinander fahren.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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