Den Stadtteil aufwerten: Wanne soll sich in einen Kiez verwandeln
Ganz großes Kino

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Wanne soll sich in einen Kiez verwandeln. Über diese Vision debattierten unter anderem Vertreter aus Politik, Kultur und Wirtschaft Ende im Januar im Rathaus. Der Titel des Projektes deutet an, dass die Zukunft schon im kommenden Jahr beginnen soll.

Und die Pläne klingen ambitioniert. "Was wir heute machen, ist ganz großes Kino“, stellte Oberbürgermeister Frank Dudda am Ende der Plenumssitzung fest, in der die Pläne für Wanne vorgestellt wurden. Zuvor hatten sich mehr als 60 Akteure im Ratssaal getroffen, um sich der Revitalisierung des Stadtteils zu widmen.
Vier Voraussetzungen für eine positive Entwicklung nannte Dudda: Sauberkeit, Licht, Sicherheit und Grün. Schon in naher Zukunft sollen diese auf den Weg gebracht werden. Das Nahverkehrsunternehmen HCR und der städtische Fachbereich Tiefbau und Verkehr reinigen in den Osterferien den Buschmannshof, die Stadtwerke geben der Fußgängerzone neue Beleuchtung, weitere Bäume werden gepflanzt und es wird geprüft, wie man Menschen der Drogenszene besser erreichen, betreuen und eventuell verorten kann – um nur einige Maßnahmen zu nennen, die in naher Zukunft umgesetzt werden.
Dudda betonte, wie wichtig es ist, dass viele Akteure gemeinsam anpacken. Dass die Broschüre „Wanner Spezialitäten“ bereits nach zehn Tagen vergriffen war, sieht er als positives Zeichen. Aber es gilt, nicht nur positive Bestandteile zu stärken, sondern auch Veränderungen zu schaffen.
Ein besonderer Fokus wird auf das Zentrum von Wanne gelegt. Zentrales Element bilden die Häuser der Hauptstraße 258, 260 und 262, die erst kürzlich von der Herner Wohnungsbaugesellschaft (HGW) angekauft wurden. Hier treffen sich die Wilhelmstraße und die Hauptstraße. HGW-Geschäftsführer Thomas Bruns kann sich auf den mehr als 4000 erworbenen Quadratmetern einen Mix aus Handel, Dienstleistung und Wohnen vorstellen. Verändern wird sich auch das Pluto-Gelände. Eine Genehmigung zum Abriss der Schachthalle liege jetzt vor, kündigte Dudda auf der Plenumssitzung an. Auf dem Areal soll ein Gewerbepark entstehen.
Keineswegs tot sein das Zentrum von Wanne, erklärte Wirtschaftsförderer Holger Stoye. Speziell die Hauptstraße werde gezielt aufgesucht, stellte er das Ergebnis einer Erhebung vor. Aktuell arbeiten Stoye und seine Mitarbeiter mit einem externen Partner zusammen, um von Marktteilnehmern zu erfahren, ob Wanne ein potenzieller Standort sein könnte. Und falls nicht, warum nicht? Außerdem wird ein Exposé erarbeitet, das möglichen Interessenten vorgelegt werden könnte. Um eine umsatzstarke Innenstadt zu entwickeln, sei ein Mix aus Handel, Gastronomie, Dienstleistungen, Gesundheit und Freizeit wichtig.
„Was wir hier sehen, ist die reale Chance, Wanne zum Metropolen-Kiez zu entwickeln“, betonte Dudda. Stoye lobte das Engagement der Akteure und freut sich, dass der Prozess, der erst vor einem Jahr gestartet ist, bereits so erfolgreich ist. Am 5. März gibt es wieder ein Bürgerforum im Wanner Hof, bei dem alle Interessierten die Chance haben, über die Pläne zu diskutieren.

HCR und Stadt wollen den Buschmannshof in den Osterferien reinigen. Dies ist nur die erste Maßnahme eines ganzen Kataloges an Veränderungen, die im Stadtteil in den kommenden Monaten auf den Weg gebracht werden sollen. Foto: Stefan Kuhn

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