Herne: "Kommunales Integrationszentrum" kommt

In einem Boot (von links): Muzaffer Oruc, Radojka Mühlenkamp, Gudrun Thierhoff und Nurten Özcelik. Foto: B. W. Pleuser
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Die Stadt Herne bekommt, die Zustimmung des Rates vorausgesetzt, zum 1. August ein „Kommunales Integrationszentrum“.

Die RAA (Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien) wird zum 31. Juli offiziell aufgelöst. Sie verschwindet aber nicht wirklich, denn sie wird im neuen Zentrum aufgehen. Die Geschäftsstelle des Integrationsrates bleibt erhalten. Das teilte jetzt die Dezernentin für Integration mit, Stadträtin Gudrun Thierhoff.

Einrichtung ist eine Vorgabe des Landes

Die Einrichtung von „Kommunalen Integrationszentren“ ist eine Vorgabe des Landes NRW. Die jeweilige Kommune ist aufgerufen, ein Integrationskonzept zu erstellen, was in Herne während der Integrationskonferenz am 21. November passieren wird.

Die Schwerpunkte der neuen Einrichtung müssen alle zwei Jahre wechseln. Für den Beginn ist der Bereich Bildung angedacht: Elternbildung, Elementarbereich, Interkulturelle Schulentwicklung sowie Hilfen beim Übergang von der Schule zum Beruf. Sehr erfolgreich waren bisher unter anderem das „Lernen vor Ort“ und die „Bildungsboten“.

Der zweite Schwerpunkt umfasst die interkulturelle Öffnung der städtischen Kulturdienste – also zum Beispiel zweisprachige Veranstaltungen, Auftritte von Künstlern aus den Herkunftsländern der Migranten.

Ansprechpartner für Behörden und Unternehmen

Weiterhin geht es um eine Verbesserung der Willkommensstruktur und Beratung zu integrationsrelevanten Themen. Das neue Zentrum kümmert sich um alle Lebensbereiche der Migranten und ist Ansprechpartner für alle städtischen Behörden und Einrichtungen sowie für Unternehmen. Leiterin ist Radojka Mühlenkamp, die in gleicher Funktion noch bis Juli bei der RAA tätig ist.

Von den insgesamt 9,25 Stellen des „Integrationszentrums“ fördert das Land NRW 3,5 Stellen. Zudem bezahlt Düsseldorf zwei Lehrer, die abgeordnet werden.

Muzaffer Oruc, Vorsitzender des Integrationsrates, erhofft sich von der neuen Einrichtung eine noch effektivere Integrationsarbeit. Dass diese notwendig ist, beweisen eindrucksvolle Zahlen: „Derzeit haben etwa 30 Prozent der in Herne lebenden Menschen einen Migrationshindergund. Bei den Sechsjährigen und bei den Sechs- bis Zehnjährigen sind es bereits um die 50 Prozent, bei den Zehn- bis 15-Jährigen um die 45 Prozent.“ Nurten Özcelik, stellvertr. Vorsitzende, sagt lächelnd: „Ich hätte gedacht, dass solch ein Integrationszentrum schon früher kommt.“
www.integration.herne.de
www.familienzentren-herne.de

Autor:

Bernhard W. Pleuser aus Essen-Kettwig

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