Diskussion in der Realschule Strünkede
Jugendliche wollen Klima schützen

Eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach wünschen sich die Zehntklässler der Realschule Strünkede, damit sie Strom aus Sonnenschein produzieren können.
  • Eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach wünschen sich die Zehntklässler der Realschule Strünkede, damit sie Strom aus Sonnenschein produzieren können.
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  • hochgeladen von Stephanie Klinkenbuß

„Wir brauchen euch, sonst funktioniert das mit der Klimawende nicht“, eröffnete Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda die Diskussion mit Schülern der Realschule Strünkede am letzten Donnerstag, 19. Mai. Unter dem Titel Unsere Energiewende in NRW! beschäftigte sich die Jahrgangsstufe zehn mit Fragen rund um Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

Vor allem ging es darum, wie die Stadt, Stadtwerke und HCR sowie die Schüler selbst Herne klimafreundlicher gestalten können. In der Podiumsdiskussion stellten sich gemeinsam mit Dr. Dudda auch Dirk Rogalla, Pressesprecher der HCR, Jana Ermlich, Klimaschutzmanagerin der Stadt Herne, und Frank Bolsenkötter von den Herner Stadtwerken den Fragen der Jugendlichen. Sie erklärten, was Herne als nachhaltige Kommune schon alles für den Klimaschutz unternimmt.

Eine der wichtigsten Fragen für die Schüler war, ob die Schule nicht eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach bekommen könnte, um Strom aus Sonnenschein zu produzieren. Jana Ermlich versprach, zu prüfen, ob das möglich ist. Auch die Idee, die Heizungen in den Klassenräumen per Hand zu regulieren und nicht zentral zu steuern, möchte die Klimaschutzmanagerin prüfen. Einig waren sich alle Beteiligten, dass mehr Strom klimaneutral produziert werden muss, zum Beispiel durch Solaranlagen. Dazu können die Jugendlichen direkt etwas beitragen, denn: „Wer baut diese Anlagen? Ihr könnt eine Ausbildung in Berufen absolvieren, die sich mit Nachhaltigkeit beschäftigen. Viele Handwerksbetriebe in Herne haben noch Ausbildungsplätze frei“, warb Dr. Dudda.

CO2-Emission in Herne stark reduziert

Auch beim Thema Verkehrswende haben Stadt, Stadtwerke und das Nahverkehrsunternehmen HCR die gleichen Ziele: Der Verkehr soll so umweltfreundlich wie möglich werden. Dirk Rogalla überraschte die Jugendlichen mit der Information, dass ein moderner Dieselbus so wenig Treibstoff verbraucht wie ein Auto - nur, dass im Bus mehr Menschen sitzen. Trotzdem hat die HCR schon zwei Elektrobusse im Einsatz, vier weitere sind bestellt.

Ein gemeinsames Problem stellten die vier Diskutierenden fest: Die Umstellung auf erneuerbare Energien kostet Geld, das in Herne knapp ist. Deswegen müssen die Klimaziele schrittweise erreicht werden und alle müssen etwas dazu beitragen. Trotzdem ist die Stadt schon weit gekommen auf dem Weg zur Nachhaltigkeit. „Wir werden in Herne unsere Klimaziele erreichen. Als alte Industriestadt liegt Herne in der Reduktion der CO2-Emission schon jetzt über der Norm“, weiß Dr. Dudda.

Autor:

Lokalkompass Herne aus Herne

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