Kirchenkreis plant Rücklagen

Die weiterhin stabile Zuweisung von Kirchensteuermitteln sorge vor allem dafür, dass geplante Strukturveränderungen nicht unter Zeitdruck geplant werden müssten, stellte Superintendent Reiner Rimkus auf der Synode fest.
  • Die weiterhin stabile Zuweisung von Kirchensteuermitteln sorge vor allem dafür, dass geplante Strukturveränderungen nicht unter Zeitdruck geplant werden müssten, stellte Superintendent Reiner Rimkus auf der Synode fest.
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  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

490 Millionen Euro Einnahmen aus Steuergeldern erwartet die Landeskirche für das kommende Jahr. Diese Zahl wurde am vergangenen Montag auf der Jahressynode des Kirchenkreises bekannt gegeben. Für den Kreis Herne bedeutet das Zuwendungen in Höhe von rund 8,8 Millionen Euro, die sich auf 15 Gemeinden verteilen werden.

Verwendet wird das Geld unter anderem Verwaltung, Jugendarbeit und Kindergärten. Aber eben nicht nur: „Sollte die Kirchensteuerzuweisung in der erwarteten Größenordnung eintreffen, hätten wir die Möglichkeit, weitere Rücklagen zu bilden“, sagte Verwaltungsleiter Burkhard Feige. Dies sei dringend notwendig, damit in Zeiten zurückgehender Steuereinnahmen die Personalkosten und Mittel zur Instandhaltung von Gebäuden aufgebracht werden können.

Zwar seien 490 Millionen Euro ein Rekord an Steuereinnahmen, der nicht zuletzt aus einer gesamtwirtschaftlich guten Lage resultiere, so Landeskirchenrat Henning Juhl in seinem Grußwort, doch im Verhältnis zur Finanzkraft sei der Anstieg kein Anlass zur Sorglosigkeit. Vielmehr sei die Kirche bei zurückgehender Zahl ihrer Mitglieder im "Modus des Rückbaus“.

Den Kirchenkreisen werden Steuermittel entsprechend ihrer Mitgliederzahlen zugewiesen. Auf den Kirchenkreis Herne entfällt bei rund 66000 Personen ein Anteil von knapp 3 Prozent. Die Entwicklung ist eindeutig: Vor rund 30 Jahren zählte der Kreis 107000 Mitglieder, allein in den vergangenen acht Jahren reduziert sich die Zahl um mehr als 10000 Personen.

Die weiterhin stabile Zuweisung von Kirchensteuermitteln sorge vor allem dafür, dass geplante Strukturveränderungen nicht unter Zeitdruck geplant werden müssten, stellte Superintendent Reiner Rimkus auf der Synode fest, die im Zentrum der Gemeinde Bladenhorst-Zion stattfand. Von 77 stimmberechtigten Synodalen waren 64 anwesend.

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