Mindestlohn für Reinigungskräfte steigt auf 10,56 Euro
Mehr Geld fürs Putzen

Ab Januar bekommen Reinigungskräfte mindestens 10,56 Euro pro Stunde. Die Gewerkschaft rät dazu, die Abrechnungen zu überprüfen. Foto: IG BAU
  • Ab Januar bekommen Reinigungskräfte mindestens 10,56 Euro pro Stunde. Die Gewerkschaft rät dazu, die Abrechnungen zu überprüfen. Foto: IG BAU
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Über eine Lohnerhöhung dürfen sich Reiningungskräfte freuen. Das zusätzliche Geld sollte sich Bereits auf den Januar-Abrechnungen finden lassen. Eine Gewerkschaft rät zur Kontrolle.

920 Reinigungskräfte in Herne bekommen mehr Geld. Zum Januar ist der Mindestlohn in der Gebäudereinigung auf 10,56 Euro pro Stunde gestiegen – 2,5 Prozent mehr als bisher. Glas- und Fassadenreiniger kommen nun sogar auf einen Stundenlohn von 13,82 Euro. Diese Zahlen teilte in der vergangenen Woche Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt mit.
In ganz Nordrhein-Westfalen profitieren 175000 Beschäftigte von der Lohnerhöhung. Das Plus ist für alle Reinigungsfirmen verpflichtend. „Wer täglich Schulen, Büros und Krankenhäuser sauber hält, macht einen harten Job. Dafür gibt es jetzt einen verdienten Zuschlag“, sagt Gabriele Henter. Die Vorsitzende der Gewerkschaft im Bezirk Bochum/Dortmund rät den Beschäftigten zum Lohn-Check. Mit der Januar-Abrechnung müsse das zusätzliche Geld auf dem Konto sein. „Auch Minijobber sollten genau hinschauen. Durch das aktuelle Lohn-Plus verringert sich ihre Arbeitszeit“, erklärt Henter. Um auf 450 Euro im Monat zu kommen, müssten sie nun eine Stunde im Monat weniger arbeiten.
Die Gewerkschaft fordert, auch die Arbeitsbedingungen für Reinigungskräfte deutlich attraktiver zu machen. Darüber verhandelt sie aktuell mit den Arbeitgebern. Im Mittelpunkt steht hierbei die Eingruppierung in die richtige Lohngruppe. „Viele Beschäftigte, die eine Fachausbildung haben, verdienen aktuell zu wenig. Das soll sich ändern“, so die Gewerkschaft. Eine mehrjährige Ausbildung müsse sich auch lohnen und genauso wie die Anerkennung der Berufserfahrung. Bisher zähle hier vor allem die Tätigkeit. Außerdem soll es in der Gebäudereinigung – wie in den meisten Branchen – ab diesem Jahr ein Weihnachtsgeld geben.

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