Paritätisches Filmfest in der Filmwelt thematisiert die Pflege
Mythen und Mangel

Vier Filme zum Thema beinhaltet das Programm. Im Anschluss sollen nach einigen Filmen Diskussionen zum Thema stattfinden. Foto: Arne Pöhnert
  • Vier Filme zum Thema beinhaltet das Programm. Im Anschluss sollen nach einigen Filmen Diskussionen zum Thema stattfinden. Foto: Arne Pöhnert
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Wie wollen wir pflegen und gepflegt werden? Wie lässt sich Pflege auf Dauer bezahlen? Die Antwort auf diese Fragen gehört zu den schwierigsten Herausforderungen der Zeit.

Aus diesem Grund eröffnet das Paritätische Filmfest mit vier Kinofilmen neue Perspektiven auf ein Thema zwischen Mythen und Mangel, Skandalisierung und Suche nach Lösungen. Das Filmfest beginnt am Sonntag, 3. November, in der Filmwelt. Der Eintritt ist frei.
Zum Hintergrund: Die Pflegelandschaft ist in Bewegung, das Berufsbild verändert sich gerade grundlegend. Die Zahl der Menschen, die Pflege benötigen, war noch nie so hoch wie heute, und noch nie war es so wichtig wie jetzt, Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern. „Noch immer geschieht Pflege überwiegend zu Hause, meistens mit hohem Einsatz von Partnern, Kindern und Verwandten,“ sagt der Vorsitzende des Bundesverbandes der Seniorenorganisationen, Franz Müntefering.
Hilfe sei umso wirkungsvoller, je qualifizierter sie organisiert werde. „Dazu brauchen wir ausreichend viele Fachkräfte, die stationär und ambulant aktiv sind, die gerechte – und das heißt: gute – Löhne bekommen, die sich weiterqualifizieren und nicht als medizinische Hilfskraft taxiert, sondern als eigener und wichtiger Berufsstand geachtet werden", so Müntefering.
Die Filmauswahl beleuchtet vier Aspekte, die die moderne Pflege heute kennzeichnen. Als Eröffnungsfilm wurde „Späte Aussicht“ (3. November) mit Anna Maria Mühe und Herbert Knaup ausgewählt. Der Film erzählt aus dem Leben eines 80-jährigen Kochs, der sich so gern mit seinen Fähigkeiten im Altenheim einbringen würde, aber an den Vorschriften scheitert. „Das Dorf der Vergesslichen“ (10. November) reist mit den Zuschauern nach Thailand, wo deutsche Senioren in einem Pflegeheim ihren Lebensabend verbringen, weil sie sich Betreuung in Deutschland nicht mehr leisten können. Der Film „Vergiss dein Ende“ (17. November) wirft einen Blick auf die ungeheure Belastung, die die häusliche Pflege von Demenzkranken für pflegende Angehörige darstellt. Wie immer stellt das Filmfest einen Hollywood-Blockbuster an den Schluss: „Robot and Frank“ (24. November) mit Frank Langella und Susan Sarandon ist eine Tragikomödie über die seltsame Freundschaft eines technikfeindlichen Alten mit einem schlitzohrigen Roboter. Der Film eröffnet die Diskussion über den digitalen Wandel in der Pflege.
Alle Filme können weitestgehend barrierefrei in der Filmwelt gesehen werden. Sie werden ab 11 Uhr gezeigt. Im Anschluss finden bei ausgewählten Filmen Gesprächskreise zum jeweiligen Schwerpunkt der Filme statt.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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