Natürliche Potenziale des Emscherraums nutzen

Die Renaturierung der Emscher soll die Lebensqualität der Anlieger verbessern.

Das Projekt "Emscherland 2020" soll mit 25,4 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert werden. Nutznießer sind neben Herne die Städte Castrop-Rauxel, Herten und Recklinghausen.

Das Konzept baut auf den Planungen der Bewerbung für die Landesgartenschau 2020 auf. Fünf Korridore sollen an den Freiraum längs der Emscher angebunden werden, um die Aufenthaltsqualität bis in die Innenstädte zu verbessern. Ein Teil der geplanten Projekte, die das Natur-Potenzial der umgebauten Emscher und der angrenzenden Grünflächen nutzen sollen, wird nun über den Aufruf des Programms "Grüne Infrastruktur NRW" gefördert. Geplant sind zahlreiche Maßnahmen entlang einer Achse, die von einem Erlebnispark im Osten über eine Promenade bis zu einem außerschulischen Lernort im Westen reichen.

Mit einer Entwicklung der grünen Infrastruktur entlang der Emscher und über die Vernetzung mit den angrenzenden Stadtteilen würden wesentliche Punkte des Klimaschutzplans NRW bedient, erklärte Minister Johannes Remmel. Auf diese Weise sollen die Stadtteile an der Emscher in Castrop-Rauxel, Herne, Herten und Recklinghausen nachhaltig aufgewertet werden.

Ein wichtiges Ziel des Konzeptes sei es, den Menschen aus den Stadtteilen über vielfältige Initiativen die neuen Natur- und Erholungsräume näher zu bringen. „Hiermit ist auch ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Umweltgerechtigkeit verbunden“, sagte Minister Remmel. „Ich hoffe sehr, dass die Kommunen zum 1. Juni weitere Konzepte einreichen, die Natur, Klima und Umwelt sowie den Menschen in den Regionen zugute kommen.“

Zum Hintergrund: In vielen Städten in Nordrhein-Westfalen wirken sich schlechte Umweltbedingungen und ein Mangel an Grün- und Erholungsflächen negativ auf Gesundheit, Lebensqualität, Stadtklima, Biodiversität und Wirtschaft aus. Quartiere und Städte mit einem hohen Versiegelungsgrad, hoher Verkehrsbelastung und wenigen, oft nicht vernetzten Grün- und Freiflächen können höhere Anteile sozial benachteiligter Bevölkerungsschichten sowie eine unterdurchschnittliche Wirtschaftskraft aufweisen. Remmel: „Wir wollen die Kommunen bei der Entwicklung von multifunktionalen Grün-, Frei- und Wasserflächen für die Menschen in den Quartieren und Städten unterstützen, um eine Verbesserung der Klima- und Umweltbedingungen und der Lebensqualität zu erreichen.“

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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