Ostermarsch hält an der Kreuzkirche

Vor der Kreuzkirche wird ab 14.30 Uhr eine Kundgebung stattfinden.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund ruft zur Unterstützung des Ostermarsches auf. Dieser macht vor der Kreuzkirche Station. Außerdem stellt der Gewerkschaftsbund Forderungen an die Politik.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ruft Bürger zur Beteiligung am Marsch auf. Dieser findet am Sonntag, 1. April, statt und hält unter anderem an der Kreuzkirche. Um 14.30 Uhr hält dort Pfarrer Uwe Leising eine Rede. Die Botschaft ist deutlich: "Wir rüsten uns zu Tode - unser Nein zur Aufrüstung!“

Zum Hintergrund: Die Mitgliedsländer der Nato haben vereinbart, die jährlichen Militärausgaben auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) zu erhöhen. Für Deutschland würde dies eine Erhöhung von jährlich 37 Milliarden auf mehr als 60 Milliarden Euro bedeuten. Dieses Geld würde dann in anderen Bereich fehlen, zum Beispiel bei erforderlichen Investitionen in Schulen, Kindertagesstätten, Ausbildung und Beschäftigung. Es wird auch dringend benötigt bei der Stabilisierung des Rentensystems, der Integration von Geflüchteten, der Verbesserung der kommunalen Infrastruktur, beim sozialen Wohnungsbau, Verkehrswegebau und bei Umweltmaßnahmen.

Noch mehr Geld für Rüstung und Militär auszugeben, sei der völlig falsche Weg, ist der DGB der Meinung. Höhere Militärausgaben erhielten nicht den Frieden. Die Militärinterventionen der vergangenen Jahrzehnte, etwa in Afghanistan, Irak, Libyen oder Syrien, haben zu Opfern und Zerstörungen in den betroffenen Ländern geführt und vielfältige neue Unsicherheiten geschaffen. Sie haben die internationalen Beziehungen verschlechtert, Konflikte geschürt und den Extremismus gefördert. Millionen von Menschen haben ihre Heimat und ihre Existenzgrundlage verloren.

Krieg dürfe kein Mittel der Politik sein. Als Organisation der arbeitenden Menschen vertreten die Gewerkschaften auch das Interesse an der Sicherung des Friedens, an der Verhinderung oder Beendigung von Kriegen. Sie verstehen sich deshalb als natürlicher Teil der Friedensbewegung und stellen gemeinsam mit anderen Friedenskräften Forderungen an die Bundesregierung und den Bundestag: Es darf keine weitere Aufrüstung der Bundeswehr geben. Stattdessen muss abgerüstet und das Geld für soziale Zwecke verwendet werden. Insbesondere fordert der DGB, dass es keine Ausrüstung der Bundeswehr mit bewaffneten Kampfdrohnen geben darf. Auch die Rüstungsexporte und -produktionen müssen gestoppt werden.

Auch wird die geplante Stationierung neuer US-Atomwaffen und eine atomare Bewaffnung Deutschlands wird strikt abgelehnt. Stattdessen müsse es diplomatische Bemühungen um einen weltweiten Verbotsvertrag für Atomwaffen geben. Außerdem solle es keine Kriegseinsätze der Bundeswehr in Syrien und Irak mehr geben und auch alle anderen Auslandseinsätze ohne UN-Mandat seien zu beenden. Eine weitere Forderung ist, dass sich Deutschland nicht am Konfrontationskurs der Nato gegen Russland beteiligt. Frieden in Europa gebe es nur mit und nicht gegen Russland.

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