Sechs Prozent mehr Lohn in Baubranche

Durch den Bau-Boom stehe den Facharbeitern auch mehr Lohn zu, meint die Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt.
  • Durch den Bau-Boom stehe den Facharbeitern auch mehr Lohn zu, meint die Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt.
  • Foto: IG Bergbau Agrar Umwelt
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Die rund 880 Bauarbeiter aus Herne sollen mehr Geld verdienen. In der anstehenden Tarifrunde verlangt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) eine Lohnerhöhung von sechs Prozent über zwölf Monate. Ein Facharbeiter hätte damit am Monatsende circa 200 Euro mehr auf dem Lohnzettel, so die Gewerkschaft.

„In der Bauwirtschaft läuft es so gut wie seit Jahren nicht mehr. Die Auftragsbücher der Unternehmen sind prall gefüllt, oft kommen sie mit dem Bauen kaum hinterher“, sagt Bezirksvorsitzende Gabriele Henter. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts verzeichnete die Branche in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres ein Umsatz-Plus von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bereits für 2016 hatte die Behörde einen Rekordumsatz von 107 Milliarden Euro gemeldet.

Es sei höchste Zeit, dass die Bauarbeiter, die den Bau-Boom erst möglich machten und ihren Betrieben Rekordgewinne bescherten, davon auch etwas im eigenen Portemonnaie merkten, so Henter. So fordert die Gewerkschaft neben dem Lohn-Plus auch ein volles 13. Monatseinkommen.

Außerdem sollen Firmen die Ausbildungskosten komplett übernehmen und die Fahrt zur Baustelle als Arbeitszeit vergüten. „Nur wenn die Bauwirtschaft bei den Arbeitsbedingungen attraktiver wird, können wir den Trend zum Fachkräftemangel stoppen und umkehren“, sagt Henter weiter. Die Tarifverhandlungen beginnen am 7. Februar.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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