Zusätzlicher Service am Herner Bahnhof über Teilhabe-Projekt auf den Weg gebracht
Sicherheit und Sauberkeit

Die neuen Mitarbeiter wurden ein Jahr lang geschult. Foto: Frank Dieper/Stadt Herne

Der Kommunale Ordnungsdienst bekommt Verstärkung: Neun Mitarbeiter, die über eine Maßnahme geschult wurden, werden bei der Stadt eingestellt. Vier Mitarbeiter, die weiterhin bei der Gemeinnützigen Beschäftigungsgesellschaft angestellt sind, werden am Herner Bahnhof für Sicherheit und Sauberkeit sorgen.

Man habe mit einem ähnlichen Konzept am Hauptbahnhof Wanne-Eickel gute Erfahrungen gemacht, stellte Oberbürgermeister Frank Dudda fest. Die vier Personen, die von 7 bis 17 Uhr für die Reisenden ansprechbar sind, sind nicht bei der Bahn selbst angestellt, sondern bei der Gemeinnützigen Beschäftigungsgesellschaft. „Das ist Neuland für uns: Wir gestatten, dass andere Service-Kräfte sich im Bahnhof bewegen und unseren Kunden helfen“, stellt Dorothee Wasel, Leiterin des Bahnhofsmanagements, fest.
Auch vor dem Bahnhof und am Busbahnhof werden die neuen Service--Kräfte unterwegs sein. Karsten Krüger, Geschäftsführer der HCR, unterstützt das Programm: „Der Bahnhof ist Drehscheibe für Tausende und Aushängeschild der Stadt. Es ist wichtig, den Menschen ein Gefühl von Sicherheit und Ordnung am Bahnhof zu vermitteln.“
Auch der Kommunale Ordnungsdienst freut sich über Verstärkung. Abteilungsleiterin Sigrid Mertens sieht eine große Chance für die neuen Mitarbeiter: „Ich habe Menschen wachsen sehen, die mit sehr viel Engagement dabei sind.“
Ein Jahr lang sind die neuen Kräfte geschult worden, Jobcenter und Gemeinnützige Beschäftigungsgesellschaft haben mit Schulungen und Praktika beim Kommunalen Ordnungsdienst für die nötige Qualifizierung gesorgt. Über das Teilhabechancengesetz haben die Teilnehmer einen neuen Einstieg in den Arbeitsmarkt gefunden. „Das Programm funktioniert hervorragend, wir haben dadurch viele Menschen dauerhaft in Arbeit bekommen“, so Karl Weiß, Leiter des Jobcenters .
Auch für die Teilnehmer ist es ein großer Schritt. „Für mich ist es wichtig, einen geregelten Tagesablauf und eine Perspektive zu haben. Ich schaue nach vorne und freue mich“, sagt Andreas Reimertshofer, der voraussichtlich ab dem 1. Oktober beim Kommunalen Ordnungsdienst arbeiten wird. Sein Kollege Lars Borchard hat in der Maßnahme die Erfahrung gemacht, etwas bewirken zu können: „Wichtig ist, dass auch jüngere im Team sind. Wenn jüngere Menschen einen ansprechen, kann man sie besser erreichen, wenn man ihren Tonfall trifft.“ Und Wilfried Schieber, der mit 59 Jahren nun die neue Aufgabe am Bahnhof übernimmt, ist überzeugt: „Man lernt immer wieder dazu. Ich möchte, dass sich die Leute am Bahnhof frei und sicher bewegen können, wenn wir hier arbeiten.“

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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