Aufruf zu neuem Aufmarsch in Herner Facebook-Gruppe
"Spaziergang" in Herner Innenstadt: Teilnehmer kündigen neuen Aufmarsch an

Dienstagabend an der Kreuzkirche: Die Polizei erwartet den Beginn des "Spaziergangs". Eine Wiederholung ist für nächsten Dienstag angekündigt.
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  • Dienstagabend an der Kreuzkirche: Die Polizei erwartet den Beginn des "Spaziergangs". Eine Wiederholung ist für nächsten Dienstag angekündigt.
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Schon an zwei Dienstagabenden marschierten Personen unter Beobachtung der Polizei durch die Herner Innenstadt. Auf Facebook finden sich Aufrufe zu weiteren "Spaziergängen".

Wie die WAZ bereits berichtete, trafen sich am Dienstag rund 60 Personen, um gemeinsam von der Kreuzkirche bis zum Bahnhof und zurück zu gehen. Im Nachgang des viel diskutierten WAZ-Berichtes äußerten sich jetzt in einer Facebook-Gruppe mehrere Menschen, die angaben, selbst bei dem "Spaziergang" dabei gewesen zu sein und auch am nächsten Dienstag um 18 Uhr dabei sein zu wollen. In einem Aufruf ist zu lesen:

"Vergebt ihnen nicht, denn sie wissen, was sie tun! Eine Angela Merkel und ihr Gefolge, die rechtswidrig die Grenzen geöffnet und dieses Land mit Verbrechen und furchtbaren Taten überzogen hat. (...) Deshalb werden wir diese ganzen Schreckensmeldungen jeden Tag so nicht mehr hinnehmen und gehen auf die Straße".

Zustimmung für "Steeler Jungs"

Ein anderer Kommentar bezieht sich auf unterschiedliche Verbrechen durch Nichtdeutsche und vermeintliche Migranten und lobt "eine Vielzahl von Mahnwachen und Trauermärschen: Köln, Düsseldorf, Bottrop und der Trauerzug der 'Steeler Jungs' in Essen zeigten die große Anteilnahme". Dafür gibt es Zustimmung: "Wehr was auf sich haelt raus auf die STRASSE, es ist unser Land nicht Merkels!!!!"

Verfassungsschutz hat "Mahnwachen" im Visier

Nach einem WAZ-Bericht von gestern nimmt der Verfassungsschutz derzeit gezielt solche "Mahnwachen" und "Bürgerwehren" ins Visier, die durch Rechtsextreme unterwandert und vereinnahmt werden könnten. Im Kommentarbereich der Facebook-Gruppe wehren sich viele dagegen, in die rechte Ecke gestellt zu werden, es seien "nur liebe Menschen".

Keine politische Einordnung durch Stadt und Polizei

Christoph Hüsken, Pressesprecher der Stadt Herne, wollte auf Anfrage eine politische Einordnung der Gruppe nicht vornehmen. Das Büro des Bürgermeisters stehe im Austausch mit der Polizei und beobachte die Entwicklungen. Herne sei darüber hinaus eine "weltoffene und vielfältige Stadt".

Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass zur Einordnung der Gruppe Ermittlungen liefen und dass auch im Falle einer Wiederholung kommenden Dienstag Beamte vor Ort im Einsatz seien. Bis auf Weiteres seien die Aufmärsche nicht als Kundgebung oder Demonstration zu werten. Denn politische Forderungen seien dabei nicht artikuliert worden. Man werte die Zusammenkünfte somit tatsächlich als "Spaziergang".

Autor:

Jens Steinmann aus Herne

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