Unwürdiges Jubiläum

25 Jahre Tafeln in Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt. Nun, wenn das mal kein Grund zum Feiern ist. Dieser Eindruck drängte sich mir auf, als eine Nachrichtenmoderatorin im ZDF einen Beitrag zu diesem fragwürdigen Jubiläum ankündigte. Selten fand ich den Gesichtsausdruck zu einer Anmoderation deplatzierter.

Die Not in diesem Land ist in den vergangenen Jahren tatsächlich so sehr angewachsen, dass an den Essensausgaben ein regelrechter Verdrängungswettbewerb stattfindet. Gut dokumentiert wird das durch die Berichterstattung über eine Tafel in Essen, die mittlerweile nur noch Menschen mit deutschem Pass mit Nahrung versorgt.

Auf diese Unterstützung angewiesen sind nicht nur Rentner und Arbeitslose. Tatsächlich steigt die Zahl der Arbeitnehmer, die ihren Lebensunterhalt nicht mehr aus ihrer Erwerbstätigkeit allein bestreiten können. Unter Schröder wurden die Weichen für den größten Niedriglohnsektor Europas gestellt, die Liberalisierung des Wohnungsmarktes spitzte die Situation für Millionen durch steigende Mieten zu. Diese Menschen suchen heute ebenfalls den Weg zur Tafel.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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