Kunstwerk von Hermann Gesing wird zwischengelagert
Wappen bewegt die Gemüter

Das Stadtwappen könnte auf dem Gelände der zukünftigen Wache der Feuerwehr und damit nur wenige Meter vom alten Standort entfernt wieder aufgestellt werden.
 Foto: Jörg Maier
  • Das Stadtwappen könnte auf dem Gelände der zukünftigen Wache der Feuerwehr und damit nur wenige Meter vom alten Standort entfernt wieder aufgestellt werden.
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  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Lange Zeit war der Standort des letzten steinernen Schilds mit dem alten Stadtwappen von Herne nur Nachbarn und Eingeweihten bekannt. Nun bewegt der zukünftige Standort des von Hermann Gesing geschaffenen Kunstwerks die Gemüter.

1954 stimmte der Hauptausschuss der Stadt dem Vorschlag des Kulturausschusses zu, an den Haupteingangsstraßen der Stadt steinerne Wappen aufzustellen. Diese wurden in der Folge aus dunklem Kunststein nach einem Entwurf des Malers Her­mann Gesing hergestellt, der beispielsweise auch das überlebensgroße Relief des Heiligen Florian für das Gebäude der Feuerwache an der Sodinger Straße geschaffen hat. Es entstanden vermutlich zehn steinerne Schilder mit etwa 1,65 Metern Größe, in die in einer farbigen Terrazzo-Arbeit das alte Herner Wappen eingefügt wurde und die an den Stadtgrenzen aufgestellt wurden.
Nachdem allerdings 1974 das alte Wappen der Stadt Wanne-Eickel in leicht veränderter Form das der neuen Stadt Herne wurde, hatten die Steine ihre eigentliche Funktion verloren. Nach und nach verschwanden sie, wurden entsorgt oder zerstört. Nur vor dem städtischen Bauhof in Sodingen überdauerte ein Exemplar als letztes seiner Art die folgenden Jahrzehnte.
Einig sind sich die historische interessierte Öffentlichkeit, der Sodinger Bezirksbürgermeister Mathias Grunert und Gerd Biedermann von der Geschichtsgruppe „Die Vier“ sowie von der Facebook-Gruppe „Herne von damals bis heute“ darin, dass das Kunstwerk unbedingt für die Öffentlichkeit erhalten werden muss. Das Problem: Der Bauhof wurde Ende August geräumt, das Wappen eingelagert. Da es durch einen Sprayer beschädigt wurde, müsste es vor der erneuten Aufstellung gereinigt werden.
Bezirksbürgermeister Mathias Grunert und der Sodinger SPD-Fraktionschef Ernst Schilla kündigten nun an, dass sich die Bezirksvertretung Sodingen in ihrer nächsten Sitzung mit dem zukünftigen Stadtort des Kunstwerks befassen werde. Ein Vorschlag ist, das Wappen auf dem Areal der zukünftigen Feuerwache an der Werkshallenstraße aufzustellen. Dieser Standort wäre nur wenige Meter vom alten entfernt, öffentlich zugänglich und bewacht. Zudem bliebe das Wappen so im Stadtbezirk Sodingen. Darüber hinaus steht der Vorschlag der Firma Reckli im Raum, für die Zukunft auf eigene Kosten einen Antigraffiti-Schutz auf zubringen.
„Dies sind die Maßstäbe, an der sich der zukünftige Standort messen lassen muss“, betont Grunert. Natürlich müsse das Kunstwerk auch zukünftig wieder öffentlich zugänglich sein, doch zudem müsse sichergestellt werden, dass das letzte steinerne Stadtwappen zukünftig nicht wie andere Exemplare Opfer von Vandalismus oder gar zerstört wird.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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