Autokorso und Kundgebung am Rathaus zum 1. Mai geplant
Zurück auf die Straße?

So eng beieinander wie auf diesem Foto werden die Demonstranten am 1. Mai nicht stehen können. Unter bestimmten Umständen seien Kundgebungen aber möglich, glauben die Initiatoren einer Demonstration zum 1. Mai am Rathaus. Symbolfoto: Archiv Wochenblatt
  • So eng beieinander wie auf diesem Foto werden die Demonstranten am 1. Mai nicht stehen können. Unter bestimmten Umständen seien Kundgebungen aber möglich, glauben die Initiatoren einer Demonstration zum 1. Mai am Rathaus. Symbolfoto: Archiv Wochenblatt
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Das „Aktionsbündnis 1. Mai 2020 in Herne“ ruft dazu auf, auch in diesem Jahr auf die Straße zu gehen. Die Initiatoren glauben, dass das Risiko trotz der Corona-Pandemie beherrschbar sei.

Peter Klusmann meldete bereits einen Autokorso und eine Versammlung an. Er ist bereits seit Jahren bei der Montagsdemonstration und einer Bergarbeiterbewegung aktiv. Man sei an ihn mit der Frage herangetreten, ob man nicht vielleicht trotz Corono am 1. Mai auf die Straße gehen könne. Klusmann: "Gerade dieses Jahr müssen die Arbeiter doch ihre Forderungen an die Öffentlichkeit bringen. Das betrifft den Gesundheitsschutz, die Arbeitsplätze, soziale Rechte, den Umweltschutz oder auch die Freiheitsrechte. Mitten in einer tiefen weltweiten Wirtschafts- und Gesundheitskrise kann die Arbeiterbewegung nicht schweigen.“

Er befürchtet, dass die Folgen der Krise auf Arbeiter und ihre Familien abgewälzt werden könnten. Dies sei so sicher wie das Amen in der Kirche. Aus diesem Grund sieht Klusmann die Absage der öffentlichen Aktivitäten zum 1. Mai durch den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) kritisch. Er verweist auf das Bundesverfassungsgericht. Dies hatte entschieden, dass ein generelles Versammlungsverbot nicht zulässig sei.

An einer Demonstration würden sich unter anderem Mitglieder von Verdi, der IG Metall und von linken Parteien beteiligen, stellt Klusmann fest. „Aber wir wollen das auf noch breitere Beine stellen und sind natürlich offen für weitere Vorschläge oder Anregungen.“

Die Gesundheit müsse selbstverständlich geschützt werden. Man könne auch mit einem Mindestabstand von zwei Metern, Mundschutz und einer Begrenzung der Teilnehmerzahl auf 50 Personen demonstrieren. Sollte das Vorhaben umgesetzt werden, könne am 1. Mai um 10 Uhr ein Autokorso vor dem Rathaus starten, eine halbe Stunde später könnte die Kundgebung auf dem Vorplatz des Rathauses stattfinden.

Wer die Aktion unterstützen möchte, kann per E-Mail (mai012020herne@deutschland.ms) Kontakt aufnehmen.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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