Sankt-Elisabeth-Gruppe startet Projekt zur Reduzierung von Lebensmittelmüll
Ab in die Kiste

Rescue-Quality-Box wird in der Caféteria gegen einen Pfand in Höhe von 5 Euro ausgegeben. Auf dem Foto das Team des Verpflegungsmanagements (von links): Thomas Kalus, Produktionsleiter Sankt-Elisabeth-Stift, Ramin Homayoun (Leiter Verpflegungsmanagement) und Björn Gierse. Foto: Martin Leclaire
  • Rescue-Quality-Box wird in der Caféteria gegen einen Pfand in Höhe von 5 Euro ausgegeben. Auf dem Foto das Team des Verpflegungsmanagements (von links): Thomas Kalus, Produktionsleiter Sankt-Elisabeth-Stift, Ramin Homayoun (Leiter Verpflegungsmanagement) und Björn Gierse. Foto: Martin Leclaire
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Dass wir unverdorbene Lebensmittel in rauen Mengen auf Müllbergen entsorgen, ist ein Symptom für eine dekadente Gesellschaft. Die Sankt-Elisabeth-Gruppe möchte nun ein Zeichen setzen: Im Hospital St. Anna startet dazu ein Pilotprojekt.

18 Millionen Tonnen Lebensmittel landen jährlich deutschlandweit im Müll, obwohl das meiste davon noch genießbar ist. Ein immer größer werdendes gesellschaftliches Problem, das sowohl Verbraucher als auch produzierende Betriebe betrifft. Insbesondere in Krankenhäusern tragen strenge Hygiene-Vorgaben dazu bei, dass Teile des produzierten Cafeteria-Essens für Gäste und Mitarbeiter am Ende des Tages entsorgt werden müssen.
Bereits seit 2018 kooperiert die Küche der Sankt-Elisabeth-Gruppe mit der Initiative „United against Waste“, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Verschwendung von Lebensmitteln in verarbeitenden Betrieben zu reduzieren. Das erste Projekt vor zwei Jahren umfasste die Ermittlung des anfallenden Mülls und erste Maßnahmen, diesen zu verringern. Tatsächlich wurden am Ende 30 Prozent weniger Lebensmittel weggeworfen, was auch eine deutliche Einsparung von Kosten zur Folge hatte.
Mit der sogenannten Rescue-Quality-Box geht nun ein zweites Projekt an den Start. In den Caféterien der Gruppe stehen die Mitarbeiter vor der Herausforderung, die richtig Menge an Gerichten den Gästen zur Verfügung zu stellen. Diese Rechnung geht jedoch nicht immer auf. Das Problem beschreibt Björn Gierse, Leiter der Caféteria am Marienhospital Eickel: „Niemand will Steaks oder hochwertiges Gemüse in den Abfall werfen, die Richtlinien geben uns dies durch enge Zeitfenster für die Essensaufbewahrung jedoch vor.“
In diesen Fällen kommt nun die Rescue-Quality-Box zum Einsatz. Die rote Dose gibt es gegen 5 Euro Pfand. Ab 14 Uhr können Mitarbeiter und Gäste sich die Box mit den übrig gebliebenen Gerichten zu einem reduzierten Preis füllen lassen und mit nach Hause nehmen. Am nächsten Tag können sie die Box gegen eine neue eintauschen und sich wieder etwas mitnehmen. Wenn jemand die Box nicht mehr nutzen möchte, erhält er sein Pfand zurück.
Das Projekt soll ab kommenden Jahr in allen Einrichtungen der Sankt-Elisabeth-Gruppe erhältlich sein.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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