Projekt richtet sich an siebte Jahrgänge an Gesamt-, Real- und Förderschulen
Aktion bringt Schüler auf Touren

An unterschiedlichen Stationen konnten die Schüler ihre Stärken überprüfen. Foto: Nina-Maria Haupt/Stadt Herne

Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Frank Dudda fand zum siebten Mal die Aktion "Komm auf Tour" statt. Hierbei handelt es sich um ein Projekt zur Berufsorientierung, das sich an Schüler richtet, die Gesamt-, Real- oder Förderschulen besuchen.

Von Dienstag bis Donnerstag entdecken rund 500 Schüler der siebten Jahrgangsstufe spielerisch ihre Stärken und verbanden diese mit für sie passenden Berufsfeldern. Die Aktion „Komm auf Tour“ ist ein Angebot der Stadt, der Koordinierungsstelle der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“, der Agentur für Arbeit und der RAG-Stiftung.
„Das ist ein tolles Angebot. Ich hatte als Jugendlicher keine Chance, meine Fähigkeiten kennen zu lernen. Nach acht Jahren Volksschule habe ich mit 13 meine Ausbildung begonnen. Ich war aber kein guter Kaufmann, sondern zu sozial. Deswegen habe ich noch ein Studium in dem Bereich absolviert“, beschrieb Bürgermeister Erich Leichner seinen Lebensweg.
Zwei Stunden lang waren die Jugendlichen eingeladen, an vier Spielstationen die für sie spannendsten Aufgaben auszuwählen. Cassadra besuchte den sogenannten Zeittunnel. „Ich habe gelernt, dass man nicht unbedingt ein Haus und Familie haben muss, sondern auch alleine zurecht kommen kann“, erklärte die Realschülerin. „Erst dachte ich: Was soll ich hier machen? Jetzt merke ich, dass das wichtig für mich ist. Meine Stärken sind die Arbeit im Altenheim oder im Krankenhaus. Und ich möchte später eine Familie haben.“
Valon und Umut sammelten Erkenntnisse an der Station „Sturmfreie Bude“. Sie machten das Bett, räumten auf, dekorierten das Zimmer und reparierten den Küchenabfluss. Beim Lösen der Aufgaben sammelten die Jugendlichen bis zu sieben Stärken. Zum Abschluss entschieden sie, welche ihrer Stärken sie am meisten interessiert. Sie erfuhren hier auch, welche Tätigkeiten und Berufsfelder zu ihren Stärken passen. „Ich habe bisher die Stärken Pflanzen, Zahlen und drei Mal Reden“, erklärte Nico. „Dass ich gut mit Pflanzen umgehen kann, hätte ich nicht erwartet. Für die Zukunft habe ich schon einen Plan“, sagte der Schüler der Realschule Crange.
Das Erkennen und Fördern von eigenen Stärken ist besonders wichtig für die Wahl des Berufsweges. Das Format „Komm auf Tour“ hat sich in den letzten Jahren bewährt. Es weckt Neugierde und zeigt den Jugendlichen spielerisch auf, was ihnen besonders leicht fällt und was ihnen vielleicht nicht so liegt. Das hilft bei der Orientierung, die bei der großen Zahl an beruflichen Perspektiven nicht immer leicht fällt. Frank Dudda: „Wir stellen immer wieder fest, dass Jugendliche sich viel zu spät Gedanken über ihre mögliche berufliche Zukunft machen. Wir weiten daher unsere Arbeit an den Schulen aus, informieren und beraten bereits ab der 8. Klasse und erhöhen unsere Präsenz an den Schulen."
Neben den ersten Schritten zum passenden Beruf geht es bei „Komm auf Tour“ auch um das Finden des eigenen Lebenswegs. Wie will ich später einmal leben? Diese Frage stellen sich die Jugendlichen im Zeittunnel. Für den Fall, dass sie im Leben einmal nicht mehr weiter wissen, entdecken die Jugendlichen am „Hot Spot“, wo sie Hilfe und Unterstützung in ihrer Stadt bekommen.
Gefördert wird „Komm auf Tour“ durch die RAG-Stiftung. „Wir müssen berufliche Perspektiven für alle Kinder und Jugendlichen im Revier eröffnen“, unterstreicht Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied im Vorstand der RAG-Stiftung und Bildungsbeauftragte des Initiativkreis Ruhr.
Weitere Informationen:
www.komm-auf-tour.de

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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