Vorsichtsmaßnahmen für genussvolles Schlemmen
Die Grillsaison ist eröffnet

Damit das Essen nicht krank macht, sollte das Grillgut gut durchgegart sein und wichtige Hygieneregeln beim Umgang mit Lebensmitteln beachtet werden.Foto: AOK
  • Damit das Essen nicht krank macht, sollte das Grillgut gut durchgegart sein und wichtige Hygieneregeln beim Umgang mit Lebensmitteln beachtet werden.Foto: AOK
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Pünktlich zum Sommerauftakt warnt die Krankenkasse AOK vor Magen-Darm-Infektionen, die häufig durch unsachgemäßes Grillen von rohem Geflügel entstehen können. Wenn Sie einige grundlegende Hygiene-Regeln bei der Zubereitung beachten, steht einem ungetrübten Fleischgenuss nichts entgegen.
Aktuelle Zahlen des Berliner Robert-Koch-Instituts belegen allein im vergangenen Jahr das Auftreten von 15 Salmonellen-Erkrankungen und 121 Fällen von Campylobacter-Enteritiden im Stadtgebiet. Beide Keime sind Krankheitserreger, die sich hauptsächlich in Fleisch und Produkten aus rohen Eiern befinden und heftige Durchfallerkrankungen, Fieber und Erbrechen auslösen können.
Häufig erfolgt die Übertragung über Geflügelfleisch, das nicht richtig durchgebraten wurde. Um eine Infektion zu verhindern, ist konsequente Hygiene unabdingbar. Dazu gehört neben dem gründlichen Händewaschen, dass Marinaden oder Verpackungen nicht mit anderen Lebensmitteln in Kontakt gebracht werden.
Da Campylobacter auch im Kühlschrank und auf gefrorenen Produkten überleben, sollte das Tauwasser sofort entsorgt werden. Mit rohem Fleisch in Kontakt gekommene Schneidebretter, Teller oder Messer sind gründlich zu reinigen und erst anschließend wieder für die Zubereitung anderer Speisen zu nutzen.
Erste Anzeichen für eine Erkrankung gehen meist mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen einher, gefolgt von heftigen Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfällen. Eine Campylobacter-Erkrankung kann bis zu eine Woche andauern. Normalerweise verläuft sie ohne Komplikationen und die Beschwerden klingen von alleine ab. Manche Campylobacter-Infektionen verlaufen sogar ganz ohne Krankheitszeichen. In Ausnahmefällen können Komplikationen in Form von rheumatischen Gelenkentzündungen oder Hirnhautentzündungen auftreten. Dann ist ein Gang zum Arzt unerlässlich.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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