Senioreneinrichtungen Widumer Höfe gehen an den Start
Ein neues Kapitel

Gemeinsames Kochen gehört zu den Aktivitäten, an denen die Senioren der Widumer Höfe teilnehmen können. Bewohnerin Erna Janowicz hilft tatkräftig mit. Foto: Martin Leclaire
  • Gemeinsames Kochen gehört zu den Aktivitäten, an denen die Senioren der Widumer Höfe teilnehmen können. Bewohnerin Erna Janowicz hilft tatkräftig mit. Foto: Martin Leclaire
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Ein großer Tag stand für die Bewohner des Seniorenzentrums St. Georg Anfang Januar an. Nach 16 Monaten Bauzeit konnten sie ihr neu errichtetes Zuhause in Börnig beziehen.

Für das Seniorenzentrum St. Georg begann mit dem Umzug nach 42 Jahren ein neues Kapitel unter dem Namen Senioreneinrichtungen Widumer Höfe. Diese bieten in modernem Ambiente vielfältige Wohnformen für ein abwechslungsreiches Leben im Alter.
Es war eine logistische Herausforderung, die mit viel Tatkraft bewältigt wurde: Innerhalb weniger Tage zogen Mitarbeiter, Senioren und Ausstattung des Seniorenzentrums von Baukau nach Börnig. Ein Teil der Bewohner hatte jedoch einen deutlich kürzen Weg und durfte vorher umziehen.
13 Senioren hatten im vergangenen Jahr bis zur Fertigstellung des neuen Gebäudes Räumlichkeiten am Campus der Sankt-Elisabeth-Gruppe bezogen, der in Sichtweite der neuen Widumer Höfe liegt. Zu ihnen zählt auch Erna Janowicz. Die 87-Jährige hatte bereits vor ihrem Aufenthalt in St. Georg in Börnig gewohnt und die Gelegenheit genutzt, wieder in den bekannten Stadtteil zurückzukehren, als die Zimmer am Campus vergeben wurden. In ihrem Zimmer in den Widumer Höfen hat sie sich bereits eingerichtet, auch die gewohnten Möbel sind nach wenigen Tagen wieder an Ort und Stelle. „Der Umzug hat gut geklappt. An die neue Wohnumgebung muss ich mich allerdings noch gewöhnen“, so die Seniorin.
Die Widumer Höfe umfassen zwei Wohnkomplexe mit 80 vollstationären Pflegeplätzen, 24 Tages- und Kurzzeitpflegeplätzen sowie insgesamt 48 Plätzen in Wohngruppen, die sich speziell an Bewohner mit demenziellen Veränderungen und anderen gerontopsychiatrischen Erkrankungen richten. Die lichtdurchfluteten Zimmer mit eigenem Bad sind modern, wohnlich und altersgerecht gestaltet. Zwölf Zimmer verfügen zudem als Besonderheit über Verbindungstüren, sodass zum Beispiel Ehepaare Tür an Tür wohnen können. Wenn es die Pflegesituation erlaubt, kann auch ein Zimmer als Schlaf- und das andere als Wohnzimmer genutzt werden. Wer nicht gemeinsam wohnen möchte, profitiert von Einzelzimmern, die am neuen Standort für alle Bewohner zur Verfügung stehen und so mehr Privatsphäre bieten.
Das Konzept der Widumer Höfe ist speziell auf die Bedürfnisse älterer und pflegebedürftiger Menschen ausgerichtet. Dabei steht im Vordergrund, die Selbstständigkeit der Bewohner so lange wie möglich zu erhalten. Das gemeinsame Essen in den Gemeinschaftsräumen zählt dazu. „Wir verzichten bewusst darauf, Essen auf Tabletts in den Zimmern zu servieren. Die Bewohner essen miteinander in den Gemeinschaftsräumen. Das fördert auch den Austausch untereinander“, so Mitarbeiter Jacek Michalak. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an weiteren Aktivitäten, an denen die Bewohner gemeinsam teilnehmen können. Dazu zählen zum Beispiel Kinoabende mit Popcorn, für die extra große Bildschirme in den Gemeinschaftsräumen angebracht sind. Aber auch gemeinsames Singen, Basteln, Zeitungvorlesen, Spazierengehen, Bingo- und Kegelnachmittage, Gymnastik und Gedächtnistraining stehen auf dem Programm.
Bis zum Sommer werden auch die parkähnlichen Außenanlagen fertiggestellt. Diese bieten dann Platz im Grünen zum Verweilen und für gemeinsame Grillabende der Bewohner. Ein separater Bereich wird für Menschen mit Demenz zur Verfügung stehen, die sich hier sicher bewegen können.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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