Experten entwickeln Ideen für die Zukunft der Pflege
Es braucht Zeit und Geld

Wie gewinnt man junge Menschen für die Pflegebranche? Diese Frage stellten sich Experten im Stadtteilzentrum Pluto. 
Foto: Thomas Schmidt/Stadt Herne
  • Wie gewinnt man junge Menschen für die Pflegebranche? Diese Frage stellten sich Experten im Stadtteilzentrum Pluto.
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  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Die Gesundheitsbranche gehört zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen in Herne. Wie es gelingt, dass Pflegeeinrichtungen auch in Zukunft genügend Mitarbeiter finden, diskutierten Experten im Stadtteilzentrum Pluto.

Vertreter der Agentur für Arbeit, der Stadt und von Arbeitgebern der Pflegebranche erarbeiteten gemeinsam Ideen, wie sie Auszubildende, aber auch Wiedereinsteiger in den Beruf gewinnen können. „Es gibt nicht die eine Lösung für die Probleme in der Pflege. Wir müssen an vielen Stellen ansetzen. Für ein besseres Image der Pflege brauchen wir Initiative und Initiative braucht Zeit und Geld“, sagte Roland Weigel, der das Forum moderierte.
In seinem Vortrag warnte er davor, die Situation in der Pflege zu düster darzustellen. Durchschnittlich würde jedem Pflegeunternehmen eine Pflegekraft fehlen, die Mitarbeiter blieben im Schnitt 19 Jahre lang bei ihrem Arbeitgeber. In vielen Unternehmen sei die Situation gut, sie müssten sich nicht verstecken. Auch Daniela Lobin, Leiterin Marketing und Kommunikation der St. Elisabeth-Gruppe, erinnerte daran: „Wir müssen positiv auftreten und nicht nur jammern, weil das Interessenten für den Beruf vergrault.“
Adele Morreale vom Diakonischen Werk Gladbeck/Bottrop/Dorsten stellte ihr Programm für den Bundesfreiwilligendienst vor. Sie betonte, wie wichtig es sei, interessierte junge Menschen direkt anzusprechen. Das könne nicht nur mit Plakaten, sondern auch über Whatsapp-Gruppen und persönlichen Kontakt zu Pflegekräften geschehen.
Jörg Klomann von der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen erklärte, wie sein Arbeitgeber gezielt Alleinerziehenden eine Ausbildung ermöglicht. Unter anderem würden diese nur während der Betreuungszeiten ihrer Kinder arbeiten. Eine Ausbildung in Teilzeit sei zwar nicht immer einfach umzusetzen, aber es lohne sich, diese Zielgruppe anzusprechen.

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