Tageseltern und Jugendamt kooperieren in der Kinderbetreuung
Gemeinsame Sache

Sie organisieren ein gut ausgebautes Betreuungsnetzwerk (von links): Esther Mattern, Christina Kaymer, Britta Möller und Ulrike Jäger. Foto: Nina-Maria Haupt/Stadt Herne
  • Sie organisieren ein gut ausgebautes Betreuungsnetzwerk (von links): Esther Mattern, Christina Kaymer, Britta Möller und Ulrike Jäger. Foto: Nina-Maria Haupt/Stadt Herne
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Eine enge Zusammenarbeit pflegen der Verein Herner Tageseltern und der städtische Fachbereich Kinder-Jugend-Familie. Gemeinsam organisieren sie die Kindertagespflege innerhalb des Stadtgebietes.
2015 wurde das Vorhaben mit einem Kooperationsvertrag besiegelt. Geltende Qualitätsstandards werden von den Akteuren gemeinschaftlich entwickelt und immer wieder an aktuelle Erkenntnisse angepasst. Denn die Betreuung durch Tageseltern ist mit der Kinderbetreuung in einer Kindertagesstätte als gleichwertig anzusehen. Beide Einrichtungen haben den Auftrag, Kinder zu betreuen, zu erziehen und ihnen Bildung zu vermitteln.
An wen sollen sich Eltern wenden, wenn sie auf der Suche nach einer geeigneten Betreuung für ihren Nachwuchs sind? Für Eltern, die sich für die Inanspruchnahme einer Tagesmutter oder eines Tagesvaters entschieden haben, ist der Verein erster Ansprechpartner. Die Beraterinnen Britta Möller, Christina Kayma und Esther Mattern beantworten sämtliche Fragen zum Betreuungsthema und vermitteln anschließend eine passende Tagespflegeperson. Ausschlaggebend für die Auswahl sind die Vorstellungen der Eltern, Betreuungszeiten, räumliche Erreichbarkeit sowie die Persönlichkeit des Kindes.
Wenn sich im Beratungsgespräch herausstellt, dass die Eltern doch eher eine Kindertagesstätte bevorzugen, stellt der Verein den Kontakt zum Jugendamt her. Umgekehrt leitet das Amt Eltern, die zuerst nach einem Platz in einer Kindertagesstätte fragen, dann aber doch eine in Anspruch nehmen wollen, an den Verein weiter. Für die Tageseltern selbst ist der Verein die erste Anlaufstelle. Viele Fragen, die im Alltag auftreten, können hier besprochen werden. Die Einrichtung vernetzt Tageseltern, bildet sie aus und bietet Fortbildungen an.
Wer sich für den Beruf der Kindertagespflege interessiert, bekommt Informationen über die Ausbildung und den Berufsalltag. Zudem führt die Institution Gespräche mit Bewerbern und wählt sie aus. „Es kommt auf den Menschen und seine Haltung an“, betont Esther Mattern. Entscheidend für die Erlaubnis, Kindertagespflege anzubieten, sind neben der Persönlichkeit und Ausbildung auch die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten. Daher machen die Fachberatungen der Stadt und der Herner Tageseltern vor der Ausstellung einer Pflegeerlaubnis Hausbesuche. Sie tauschen sich über ihre Eindrücke aus und beraten gemeinsam. Die letztendliche Ausstellung der Pflegeerlaubnis unterliegt allerdings der kommunalen Fachaufsicht.
„Ohne Zusammenarbeit geht es nicht“, weiß Christina Kayma. Sie und ihre Kolleginnen treffen sich regelmäßig mit den städtischen Fachberaterinnen Sigrid Elsner und Ulrike Jäger. Viele Themen lassen sich nur gemeinsam regeln. So tauschen sie sich über ihre Erfahrungen und Beobachtungen aus. Im Alltag treten oft neue Fragen auf – wie unter anderem Regeln zum Umgang mit den Haustieren der Tageseltern – die gemeinsam diskutiert werden müssen. Bei alldem stehen höchste Ansprüche an die Professionalität und Qualität der Betreuung im Vordergrund. Denn Kindertagespflege ist längst ein anspruchsvoller Beruf geworden.
Weitere Informationen:
www.herner-tageseltern.de

"Es kommt auf den Menschen und seine Haltung an."

Esther Mattern

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