Palliative Arbeit: Netzwerk bietet neuen Kurs an
Hilfe auf dem letzten Weg

Als zertifizierte Leiter der neuen Kurse stehen 14 Mitglieder vom Palliativ-Netzwerk zur Verfügung. Foto: privat

Wer als Verwandter oder Freund vor der Aufgabe steht, schwerkranke und sterbende Menschen am Ende ihres Lebens zu umsorgen, fühlt sich oft hilflos – genau wie der Augenzeuge bei einem schlimmen Verkehrsunfall. Das soll sich in Herne und Castrop-Rauxel ab Herbst ändern.

Damit mehr Menschen wissen, was sie für ihre Lieben am Ende ihres Lebens tun können, führt das Palliativ-Netzwerk ab Herbst sogenannte Letzte-Hilfe-Kurse ein. Dabei handelt es sich um kostenfreie Seminare, die Grundwissen, Orientierung und einfache Handgriffe vermitteln. Mitglieder des Palliativ-Netzwerkes wurden für die Kursleitung zertifiziert. Die ersten Seminare finden ab Herbst statt, davon zwei in der Volkshochschule. Termine sind der 18. September und der 5. Januar.
Die Finanzierung der Schulung übernahmen jeweils zur Hälfte das Palliativ-Netzwerk und der Förderverein vom Lukas-Hospiz. Der Arbeiter Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) unterstützt das Vorhaben mit der Bereitstellung von Räumlichkeiten und Catering in der Siepenstraße. „Tod und Sterben gehören zum Leben, durch die Kurse möchten wir dazu beitragen, dass das Umsorgen sterbenskranker Menschen wieder zum Allgemeinwissen wird“, sagt Karin Leutbecher, Vorsitzende des Palliativ-Netzes, die sich ebenfalls als Kursleiterin zertifizieren ließ. Sie und ihre Kollegen wollen Menschen in den Seminaren ermutigen, sich Sterbenden zuzuwenden. Leutbecher: „Zuwendung ist das, was wir am Ende des Lebens am meisten brauchen.“
Die Kurse richten sich an Vereine, Betriebe, Gruppen und Einzelpersonen, die sich über Sterben, Tod und Palliativversorgung informieren wollen. Jeder Kurs besteht aus vier Unterrichtseinheiten zu jeweils 45 Minuten, die in der Regel kompakt an einem Nachmittag oder Abend durchgeführt werden. Thematisiert werden unter anderem die Normalität des Sterbens als Teil des Lebens, der Umgang mit Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, Beschwerden als Teil des Sterbeprozesses und Möglichkeiten der Linderung. Die Teilnehmer überlegen gemeinsam, wie man Abschied nehmen kann, und besprechen Möglichkeiten und Grenzen. Anfragen koordiniert das Palliativ-Netzwerk ab sofort per E-Mail (letzte-hilfe@palliativ-netzwerk.de).
„Zuwendung ist das, was wir am Ende des Lebens am meisten brauchen.“

Karin Leutbecher

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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