Palliativ-Netzwerk gibt grünes Licht für den Aufbau einer Begleitung, die im Herbst ihre Arbeit aufnehmen soll
Hilfe für Kinder, die trauern

Gelebte Trauer ist wertvoll und heilsam. Nicht nur für Erwachsene, auch für Kinder und Jugendliche. Doch Kinder trauern anders. Sie werden in ihrer Not häufig übersehen oder missverstanden.

Aus diesem Grunde wird das Palliativ-Netzwerk eine professionelle Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre einrichten, deren Gefühlswelt durch die palliative Behandlung oder den Tod eines Angehörigen aus dem Gleichgewicht geraten ist. Das Angebot richtet sich in erster Linie an Familien in Herne und Castrop-Rauxel, die von Mitgliedern des Palliativ-Netzwerkes betreut werden.
Ziel der Initiative ist es, betroffene Familien zu entlasten und trauernden Kindern einen geschützten Raum zu eröffnen, wo sie den Verlust eines lieben Menschen auf ihre Weise verarbeiten können. Ein entsprechendes Konzept legte die Arbeitsgruppe „Junge Familien“ der Mitgliederversammlung des Netzwerkes zur Abstimmung. Es wurde einstimmig mit der Umsetzung beauftragt. Die Arbeitsgruppe wird in Zukunft die Koordination der Kindertrauerbegleitung übernehmen und unter der Telefonnummer 0800-9009191 täglich von 9 bis 17 Uhr Anfragen entgegennehmen.
Die Begleitung der Kinder und Jugendlichen selbst wird unter anderem in den Händen von Mechthild Schroeter-Rupieper vom Verein Lavia und Martina Hosse-Dolega (Trauerbegleitung Vergissmeinnicht) liegen. Mit weiteren Kooperationspartnern werden Gespräche geführt. Die Kosten für die Kindertrauerbegleitung trägt das Palliativ-Netzwerk aus Eigenmitteln und Spenden.
Das Angebot der Kindertrauerarbeit ist ein weiterer Baustein, der die im November vergangenen von den Städten Herne und Castrop-Rauxel mit dem Palliativ-Netzwerk gemeinschaftlich unterzeichnete „Charta zur Betreuung sterbender und schwerstkranker Menschen in Deutschland“ mit Leben erfüllen soll. Im November soll das Unterstützungsangebot für Kinder und Jugendliche der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Weitere Schwerpunkte für die zukünftige Arbeit setzt der Verein beim Ausbau der „Letzte Hilfe“-Kurse in Herne und Castrop-Rauxel. Darüber hinaus bringt er sich aktiv ein in die Umsetzung des „Herner Wegs“ zur Planung einer regional abgestimmten gesundheitlichen Vorsorge für Notfallsituationen am Ende des Lebens.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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