Die Anzahl der gemeldeten Infektionsfälle ist rückläufig
Hilfe gegen Rotaviren

Impfungen gegen Rotaviren können den Nachwuchs vor schweren Magen-Darm-Erkrankungen schützen.Foto: AOK

Das Rotavirus ist die weltweit häufigste Ursache für Durchfallerkrankungen bei Kindern. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 17 Krankheitsfälle gemeldet. 2017 waren es noch 39. Dies teilt die Krankenkasse AOK auf Basis aktueller Zahlen des Robert-Koch-Instituts in Berlin mit.

„Rotaviren sind eine der häufigsten Ursachen für schwere Magen-Darm-Erkrankungen bei Kindern. Daher raten wir allen Eltern, unbedingt die empfohlenen Impfungen bei Säuglingen und Kleinkindern vorzunehmen und auf bestimmte Hygieneregeln zu achten“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.
Rotaviren verursachen Durchfälle, Erbrechen und Bauchschmerzen. Im Vergleich zu anderen Durchfall-Erkrankungen verläuft eine durch Rotaviren verursachte Magen-Darm-Erkrankung bei Säuglingen und Kleinkindern häufig schwer. Sie reagieren besonders empfindlich auf den Flüssigkeit- und Salzverlust. Da es keine wirksamen Medikamente gibt, können nur die Beschwerden gelindert werden. Besonders wichtig ist es, genügend Flüssigkeit zuzuführen. Denn wenn der Flüssigkeitsverlust nicht ausgeglichen wird, kann der Zustand lebensbedrohlich werden.
„Die ständige Impfkommission empfiehlt für Säuglinge eine Schluckimpfung gegen Rotaviren, die von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird“, so Kock. Je nach verwendetem Impfstoff sind zwei oder drei Dosen in einem Mindestabstand von vier Wochen notwendig.
Da Rotaviren hoch ansteckend und leicht übertragbar sind, können sich auch Erwachsene infizieren. Die Übertragung erfolgt meistens über eine Schmierinfektion, bei der kleinste sich an den Händen befindende Stuhl-Reste weiter gegeben werden. Von dort gelangen die Erreger in den Mund und weiter in den Verdauungstrakt. Die Ansteckung erfolgt über verunreinigte Gegenstände wie Handgriffe, Toiletten, Armaturen oder auch über Lebensmittel, auf denen Erreger haften. Neben Kleinkindern, die häufig ihre Hände oder Dinge in den Mund nehmen, sind auch Senioren und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem gefährdet.
„Umso wichtiger ist es, bestimmte Hygiene-Regeln zu beachten, die vor den Erregern schützen können“, so Kock. Dazu gehört es, sich die Hände zwischendurch immer wieder gründlich mit Seife zu waschen und ein wirksames Desinfektionsmittel zu verwenden. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt Produkte in der Wirkkategorie „begrenzt viruzid plus“.
Weitere Informationen:
www.aok.de

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen