AOK zahlte mehr als 289000 Euro für barrierefreie Umgestaltung von Wohnungen
Höhere Leistungen

Wenn die Treppe zur unüberwindbaren Barriere wird, können Zuschüsse der Pflegekasse Versicherten in Herne helfen, das Wohnumfeld entsprechend anzupassen. Foto: AOK
  • Wenn die Treppe zur unüberwindbaren Barriere wird, können Zuschüsse der Pflegekasse Versicherten in Herne helfen, das Wohnumfeld entsprechend anzupassen. Foto: AOK
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Damit Pflegebedürftige in den eigenen vier Wänden bleiben können, zahlte die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) als größte gesetzliche Pflegekasse im Jahr 2018 mehr als 289000 Euro an ihre Versicherten in Herne für die barrierefreie Umgestaltung ihrer Wohnung.

Der Anstieg belief sich damit auf mehr als 109 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt 88 Versicherte erhielten im vergangenen Jahr eine solche finanzielle Unterstützung. Zurückzuführen sei dies laut Serviceregionsleiter Jörg Kock auf die zunehmende Transparenz über die Leistungen der Pflegeversicherung und die kontinuierlich steigende Zahl der Pflegebedürftigen. „Mit wohnumfeldverbessernden Maßnahmen helfen wir Pflegebedürftigen im eigenen Zuhause zu bleiben. Dies bedeutet mehr Lebensqualität und Lebensfreude, da das soziale Umfeld erhalten bleibt und eine selbständige Lebensführung möglich ist."
Insgesamt zahlen die gesetzlichen Pflegekassen als Zuschuss für Anpassungen des Wohnumfeldes an die Situation Pflegebedürftiger 4000 Euro je Maßnahme. Voraussetzung für die Förderung ist, dass durch die Wohnraumanpassung die Pflege zu Hause ermöglicht oder erheblich erleichtert wird. Oft sind es Umbaumaßnahmen wie Rollstuhlrampen, die Verbreiterung von Türen oder das Einbauen eines Treppenliftes, die es Pflegebedürftigen ermöglichen, im eigenen Zuhause zu bleiben. Auch sanitäre Anlagen können zum Problem werden. Begehbare Duschen, höherverstellbare Waschbecken und Haltegriffe können helfen, sich im Bad besser zu bewegen. Wichtig ist auch, Stolperfallen zu vermeiden und auf Rutschfestigkeit zu achten, um Stürzen vorzubeugen.
Wer an Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes interessiert ist, sollte sich von seiner Pflegekasse beraten lassen. Wichtig ist, dass ein entsprechender Antrag vor Beginn des Umbaus gestellt wird. Auf Wunsch kommen die Pflegeberater der AOK auch nach Hause, um über die Leistungen der Pflegeversicherung zu informieren und den Pflegebedarf zu analysieren.
Weitere Informationen:
www.aok.de/nw

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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