Kardiologie am Evangelischen Krankenhaus entwickelte Verfahren zur Bypass-Operation
Kleine Pumpe ganz groß

Ali Halbos und Bassam Ali Humaid arbeiten mit der Impella-Herzpumpe. Das Verfahren ermöglicht eine vergleichsweise schonende Behandlung.
  • Ali Halbos und Bassam Ali Humaid arbeiten mit der Impella-Herzpumpe. Das Verfahren ermöglicht eine vergleichsweise schonende Behandlung.
  • Foto: Andrea Wocher
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Ali Halbos und Bassam Ali Humaid arbeiten mit der Impella-Herzpumpe. Das Verfahren ermöglicht eine vergleichsweise schonende Behandlung.Foto: Andrea Wocher Operationen am Herzen sind riskant. Viele Patienten, die einen Bypass benötigen, sind kaum in der Verfassung für einen chirurgischen Eingriff. Dank des technischen Fortschrittes steigen die Chancen der Betroffenen.

Ein Verfahren zur Behandlung von Herzpatienten wurde am Evangelischen Krankenhaus entwickelt. Ali Halboos, Chefarzt der Kardiologie in der Klinik für Innere Medizin, und seine Mitarbeiter verwenden bei verengten oder verschlossenen Herzkranzarterien eine Pumpe, die in die linke Kammer des Organs implantiert wird.

Wer zusätzlich zu einer Verengung der Herzgefäße an anderen schweren Erkrankungen wie zum Beispiel einer Herzinsuffizienz, Diabetes oder Problemen an der Lunge oder Niere leidet, gilt häufig als nicht stabil genug, um eine notwendige Bypassoperation zu verkraften. Auch eine Dehnung der verengten Arterien auf andere Weise ist für solche Patienten problematisch. Während des Dehnungsvorgangs muss das Herz weiter pumpen, wird aber selbst nicht ausreichend versorgt, damit es arbeiten kann.

Abhilfe schafft die Impella-Pumpe. Damit sei man in der Lage, ein Umleitungs- und Entlastungssystem zu schaffen, das eine gleichmäßige Durchblutung des Körpers gewährleistet. Während diese arbeitet, behandeln die Ärzte de betroffenen Gefäße operativ. Ist der Eingriff beendet, wird das separate kleine Pumpsystem entfernt und die Arterien übernehmen wieder ihre Aufgabe, das Herz mit Blut zu versorgen. „Solche ausgefeilten technischen Hochleistungssysteme haben einen großen Anteil daran, dass wir als Kardiologen immer mehr Behandlungen sicher anbieten können“, sagt Halboos. Nicht zuletzt deswegen konnte sich das Evangelische Krankenhaus als Zentrum für interventionelle Kardiologie qualifizieren. Damit hat die Klinik eine der weltweit höchsten Zertifizierungsstufen erreicht, die die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie für Eingriffe am Herzen zu vergeben hat. Dieses Qualitätssiegel können nur wenige Kliniken vorweisen.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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