Studie zeigt eine Trendwende am Herner Wohnungsmarkt
Mieten steigen langsamer

Der Bau von Immobilien dürfte nicht mehr das große Geld bringen: In zahlreichen Großstädten steigen die Mieten langsamer an. In Herne war von 2018 auf 2019 ein Anstieg in Höhe von zwei Prozent zu verzeichnen.  Foto: Stefan Kuhn
  • Der Bau von Immobilien dürfte nicht mehr das große Geld bringen: In zahlreichen Großstädten steigen die Mieten langsamer an. In Herne war von 2018 auf 2019 ein Anstieg in Höhe von zwei Prozent zu verzeichnen. Foto: Stefan Kuhn
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Die Wohnungsmieten in Herne steigen langsamer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Dienstleisters Immowelt. Rund 730000 Angebote für Wohnungen mit einer Größe von 40 bis 120 Quadratmetern in 80 Großstädten wurden dafür ausgewertet.

Die Preise geben den Median der jeweils in den ersten drei Quartalen 2017, 2018 und 2019 angebotenen Mietwohnungen wieder. Danach ergibt sich für Herne von 2017 auf 2018 ein Preisanstieg von vier Prozent, von 2018 auf 2019 allerdings nur noch von zwei Prozent. Insgesamt liegen die Mieten im Schnitt bei 6 Euro pro Quadratmeter, ein im Großstadtvergleich moderater Wert. Herne liegt mit dieser Entwicklung im Trend, denn für die meisten der untersuchten 80 Großstädte weist die Studie nur noch geringe Preiszuwächse aus.
In sieben Großstädten sind die Angebotsmieten zurückgegangen, in zehn weiteren Städten blieb der Wert konstant. Ein von bis zu drei Prozent lag in 41 Städten vor. Inzwischen leben 73 Prozent der deutschen Großstadtbevölkerung in einer Stadt, in der sich der Wohnungsmarkt entspannt. „Nach einem Jahrzehnt, in dem die Mietpreise in deutschen Großstädten rapide angestiegen sind, zeichnet sich eine Stabilisierung des Marktes ab“, sagt Professor Cai-Nicolas Ziegler, Geschäftsführer der Immowelt. „Es wird aber trotzdem vorerst schwer bleiben, eine Mietwohnung im günstigen Segment zu finden.“
In 22 Großstädten stieg der mittlere Quadratmeterpreis im Vergleich zum Vorjahr noch um vier oder mehr Prozent an. 2018 waren mit 52 Städten noch mehr als die Hälfte der Großstädte hierzulande von einem solchen Wachstum betroffen.
Die beginnende Trendwende lässt sich nicht regional eingrenzen. Ein Rückgang der Angebotsmieten trifft in Freiburg (-2%) ebenso zu wie in Darmstadt (-4%) oder Rostock (-10%). Ansonsten fallen aber vor allem Großstädte mit bis zu 200000 Einwohnern in diese Kategorie. Aber auch in Lübeck, Karlsruhe und Bremen sind die Mieten nicht gestiegen.
In Stuttgart (+7%), München (+5%) und Köln (+4%), steigen die Mieten vorerst weiter. Den größten Zuwachs gab es in Potsdam (+13%). Dieser dürfte sich vor allem durch die Nähe zu Berlin erklären: Die zuletzt stark gestiegenen Preise in der Hauptstadt sorgen dafür, dass sich Suchende auch vermehrt im angrenzenden Potsdam umschauen. Berlin selbst verzeichnete einen moderaten Anstieg in Höhe von drei Prozent. Diesen Wert erreichte im Ruhrgebiet übrigens auch Dortmund.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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