Gewerkschaft vertrat Belange der Arbeitgeber in 1900 Fällen
Streit ums Geld

Neben nicht gezahlten Löhnen sind vor allem Kündigungen ein Fall für die Rechtsexperten. Foto: IG BAU

Geprellte Löhne, unerlaubte Kündigungen, verwehrte Urlaubstage: Wegen Streitigkeiten im Job waren die Rechtsberater der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt im Bezirk Bochum/Dortmund im vergangenen Jahr stark gefragt. 1900 Einsätze wurden 2018 gezählt. „Nicht gezahlte Löhne, fehlende Weihnachts- oder Urlaubszahlung – gerade beim Thema Geld gab es in Herne viele Streitfälle. Sie betrafen besonders das Bau- und Reinigungsgewerbe“, sagt Bezirksvorsitzende Gabriele Henter.
Immer wieder versuchten Unternehmen, den Tariflohn zu unterschreiten. „Doch wenn die Firma im Arbeitgeberverband und der Mitarbeiter in der Gewerkschaft ist, ist eine Bezahlung nach Tarif Pflicht“, erklärt Henter. Viele Termine der Rechtsexperten gingen zudem auf das Konto von rechtswidrigen Kündigungen und fehlerhaften Hartz-IV-Bescheiden.
Die Gewerkschaft rät Beschäftigten, sich bei Problemen nicht einschüchtern zu lassen. „Ein riesiger Teil illegaler Praktiken kommt nicht ans Licht, weil sich Arbeitnehmer aus Angst vor Krach oder Jobverlust nicht trauen“, so Henter. Doch müsse niemand Missstände ertragen. „Wer in einem Betrieb arbeitet, der es mit Recht und Gesetz nicht so genau nimmt, sollte den Rechtsweg gehen – oder sich gleich nach einer anderen Firma umsehen“, betont Henter. Angesichts der guten Lage am heimischen Arbeitsmarkt müssten gerade Fachkräfte im Handwerk nicht lange suchen, um einen sauberen Arbeitgeber zu finden.
Anspruch auf kostenlosen Rechtsschutz haben alle Gewerkschaftsmitglieder. Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 0231/123027.

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