Talentscouts führen Jugendliche in den Beruf

Insgesamt 70 Talentscouts freuen sich auf eine neue Aufgabe. Sie werden Jugendliche auf ihren Wegen in eine erfolgreiche berufliche Zukunft unterstützen.
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  • Foto: NZfT
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Das Zertifikat zum Talentscout wurde zum zweiten Mal im NRW-Zentrum für Talentförderung der Westfälischen Hochschule verliehen. Insgesamt unterstützen nun mehr als 70 zertifizierte Scouts leistungsstarke und motivierte Jugendliche in ihren Bildungskarrieren.

Seit 2016 bietet das Zentrum für Talentförderung die erste berufsbegleitende einjährige Weiterbildung zum Talentscout an. Die Weiterbildung wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft gefördert. Die Scouts sind an mehr als 300 Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen aktiv und fördern derzeit 10000 Talente. Im nächsten Jahr sollen es bereits 15000 sein.

Jennifer Peters, Leiterin der Abteilung Beratung, Qualifizierung und Weiterbildung, sagt:„Alle Talentscouts haben an zahlreichen Seminaren, Hospitationen und einem Kolloquium erfolgreich teilgenommen, die spezifische Haltung und das professionelle Beratungsverständnis für diese Tätigkeit entwickelt und in der beruflichen Praxis erprobt.“ Bei regelmäßiger Teilnahme schließt die Weiterbildung mit einem Zertifikat ab. Die Scouts suchen Berufskollegs, Gesamtschulen und Gymnasien auf und sind in den Schulen fester Bestandteil der Förderung zukünftiger Leistungsträger.

Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Berufsorientierung von Bildungsaufsteigern und begleiten die Schüler kontinuierlich. Sie machen Mut, entwickeln Visionen für die berufliche Zukunft, zeigen Wege auf und öffnen hilfreiche Netzwerke. Im Talentscouting gehe es nicht darum, welcher Beruf erstrebenswerter sei. Ob Berufsausbildung, duales oder Vollzeit-Studium – es wird auf jedes Talent individuell eingegangen. Dabei werde sich ausschließend an der Leistung, die die jungen Menschen in ihrem jeweiligen Lebenskontext erbrächten, orientiert. Geschlecht, Nationalität, ethnische Herkunft, Religion, Bildungsbiografie und Einkommen der Eltern spielten keine Rolle, erklärt Marcus Kottmann, Leiter des Zentrums.

Auch aus ökonomischer Perspektive ist die Förderung von leistungsbereiten jungen Menschen bedeutsam. Denn über Schulnoten sind viele Bereiche nicht abzubilden, die in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft von hoher Relevanz sind. „Talente, die in der Schule durchschnittliche Noten haben, im Leben aber überdurchschnittliche Leistungen erbringen, bleiben häufig unentdeckt. Manche engagieren sich stark ehrenamtlich, andere organisieren daheim den Haushalt und sprechen vier Sprachen“, betont Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule, während der Verleihung der Zertifikate.

Das Weiterbildungsangebot steht auch für Studienberater, Lehramtsstudierende und Lehrer offen. Neben einem Kompaktseminar, das sich mit der spezifischen Haltung und der Professionalisierung des Scoutings befasst, wird sich auch damit auseinandergesetzt, Talente zu entdecken, ihnen den Bildungsaufstieg zu ermöglichen und Stipendien als wichtiges Instrument der Förderung zu erkennen und einzusetzen.

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