Krankenkasse empfiehlt, alle zehn Jahre den Impfschutz gegen Tetanus aufzufrischen
Vorsicht im Garten

Laut Statistik sind vor allem Erwachsene ab 45 Jahren von Tetanus betroffen, der durch Verletzungen bei der Gartenarbeit verursacht wird. Foto: AOK
  • Laut Statistik sind vor allem Erwachsene ab 45 Jahren von Tetanus betroffen, der durch Verletzungen bei der Gartenarbeit verursacht wird. Foto: AOK
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Endlich Frühling und die Menschen freuen sich über den Beginn der Gartensaison. Doch bei der Gartenarbeit lauert eine häufig unterschätzte Gefahr: Die Sporen der Tetanus-Bakterien, deren Infektion zu Wundstarrkrampf führen kann, leben auch in der Gartenerde.

Wer viel Zeit mit Gartenarbeit verbringt, sollte unbedingt seinen Impfschutz überprüfen. Denn nur wenn die letzte Tetanusimpfung vor maximal zehn Jahren erfolgt ist, besteht noch ausreichender Impfschutz gegen Wundstarrkrampf. Während die Impf-Quote für Tetanus bei Kindern laut Experten der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung in der Regel bei mehr als 95 Prozent liegt, sinkt sie bei den Erwachsenen mit zunehmendem Alter. Schon kleinste Kratzer reichen für die Krankheitserreger aus, um über diese Eintrittspforte in den Körper des Menschen zu gelangen. „Deshalb sollte jetzt zu Beginn der Gartensaison der Impfschutz vom behandelnden Arzt überprüft werden“, sagt Jörg Kock von der Krankenkasse AOK.
Stiche von Dornen, Schrammen oder kleinste Kratzer lassen sich bei der Gartenarbeit gar nicht vermeiden. Oft bemerkt man diese erst gar nicht. Für die Krankheitserreger des Wundstarrkrampfes, die sehr lange im Erdreich oder im Kot von Tieren überleben können, sind solche kleinen Wunden, an die kein Sauerstoff gelangt, allerdings ideal, um sich zu vermehren. Deren Gifte lösen die eigentliche Krankheit aus, die in einem Zeitraum von drei Tagen bis drei Wochen ausbrechen kann. Nach anfänglichem Kribbeln und Taubheitsgefühl im Bereich der Wunde können Schmerzen und starke Krämpfe insbesondere der Kiefermuskulatur sowie der Nacken- und Rückenmuskulatur auftreten. Neben einem ausreichenden Impfschutz ist eine sofortige Wundbehandlung, besonders bei größeren oder verschmutzten Wunden entscheidend.
Meistens sind Erwachsene ab einem Alter von 45 Jahren betroffen. Gerade deshalb sind die Auffrischimpfungen gegen Tetanus im höheren Lebensalter wichtig. Die Ständige Impfkommission empfiehlt den Impfschutz gegen Tetanus alle zehn Jahre aufzufrischen – nach Verletzungen auch mal früher. Gut zu wissen: Auch eine durchgemachte Tetanuserkrankung schützt nicht dauerhaft vor erneuter Infektion.
Weitere Informationen:
www.aok.de/faktenboxen

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