Jugenduntersuchungen werden von Heranwachsenden zu wenig genutzt
Vorsorge ist wichtig

Nur rund jeder vierte Teenager in Herne nimmt die Jugenduntersuchungen J1 und J2, die vertraulich und auch ohne das Beisein der Eltern stattfinden können, in Anspruch. Foto: AOK
  • Nur rund jeder vierte Teenager in Herne nimmt die Jugenduntersuchungen J1 und J2, die vertraulich und auch ohne das Beisein der Eltern stattfinden können, in Anspruch. Foto: AOK
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Laut einer Studie geht nur jeder vierte Teenager in Herne zu den Jugenduntersuchungen J1 und J2. So nutzten im vergangenen Jahr 24,4 Prozent der bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) versicherten Heranwachsenden im Alter von 12 bis 17 Jahren die für sie kostenfreien medizinischen Checks.

„Im Vergleich zu den Früherkennungsuntersuchungen für Kinder werden die Jugenduntersuchungen deutlich weniger genutzt. Dabei sind Gesundheitsangebote im Jugendalter für eine gesunde Entwicklung besonders wichtig und sollten unbedingt wahrgenommen werden“, so AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.
Im Anschluss an die aus dem gelben Heft bekannten Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U11 für Kinder werden die beiden Jugenduntersuchungen angeboten. Die J1 für Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren gehört zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Im Rahmen dieser Gesundheitsprüfung werden Größe, Gewicht und Impfstatus sowie Blut und Harn überprüft. Bei der körperlichen Untersuchung klärt der Arzt die pubertären Entwicklungsstadien sowie den Zustand der Organe, des Skelettsystems und der Sinnesfunktionen ab. Fehlhaltungen aufgrund von Wachstumsschüben sowie chronische Krankheiten können frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden. Auch auf eventuelle Hautprobleme und Essstörungen, wie Magersucht oder Übergewicht, wird eingegangen. Bei Bedarf empfiehlt der Arzt individuelle Präventionsmaßnahmen.
Die Jugenduntersuchung J2 findet im Alter von 16 bis 17 Jahren statt und zielt unter anderem auf das Erkennen von Pubertäts-, Sexualitäts- und Haltungsstörungen sowie ein bestehendes Diabetes-Risiko ab. Sie ist keine gesetzlich vorgeschriebene Krankenkassenleistung. Dennoch übernehmen einige Kassen die Kosten für die J2. Zu den Terminen sollten die elektronische Gesundheitskarte und der Impfpass mitgebracht werden. Beide Untersuchungen bieten neben einem Gesundheits-Check auch immer die Chance, ausführlich und vertraulich mit dem Arzt zu sprechen. Denn in diesem Alter ist es wichtig, nicht nur die körperliche Entwicklung zu kontrollieren, sondern auch über die geistigen und sozialen Kompetenzen sowie eine gesundheitsfördernde Lebensführung zu beraten.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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