Hautkrebs-Screening wird immer weniger genutzt
Vorsorge von Kopf bis Fuß

Beim Screening sucht der Arzt den Körper von Kopf bis Fuß auf verdächtige Pigmentmerkmale ab wie zum Beispiel Muttermale, Leberflecken oder Altersflecken. Foto: AOK
  • Beim Screening sucht der Arzt den Körper von Kopf bis Fuß auf verdächtige Pigmentmerkmale ab wie zum Beispiel Muttermale, Leberflecken oder Altersflecken. Foto: AOK
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Hautkrebs-Screening wird in Herne immer weniger genutzt. Das belegt eine Auswertung der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK). Danach gingen im vergangenen Jahr lediglich 17,6 Prozent der AOK-Versicherten zur Früherkennung von Hautkrebserkrankungen. Der Anteil der Frauen lag mit 51,7 Prozent höher als der der Männer (48,3 Prozent).

Über die Jahre ist ein kontinuierlicher Rückgang zu beobachten. Im Jahr 2015 lag die Quote noch bei 17,7 Prozent. „Hautkrebs ist fast immer heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird. Daher raten wir unbedingt, die kostenfreien Angebote der gesetzlichen Krankenkassen zur Früherkennung zu nutzen“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock. Hautkrebs gehört zu den häufigsten Tumorarten. Nach den aktuellsten Zahlen erkrankten landesweit im Jahr 2015 fast 54000 Menschen neu an Hautkrebs, etwa zu gleichen Teilen Männer und Frauen. Außerdem wurden 775 Todesfälle registriert.
Durch das Screening ist es möglich, bereits Frühstadien von Hautkrebs zu erkennen. Das ist umso wichtiger, da Hautkrebs zunächst keine Beschwerden verursacht. Das Screening ist eine rein visuelle Untersuchung der gesamten Haut. Der Arzt sucht dabei den Körper von Kopf bis Fuß auf verdächtige Pigmentmerkmale ab wie zum Beispiel Muttermale, Leberflecken oder Altersflecken. Da die Haut so gut zugänglich ist wie kein anderes menschliches Organ, sind die verschiedenen Krebsarten bereits im Frühstadium gut zu finden. Die gefährlichste Hautkrebsart ist der schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom). Aber auch die hellen Hautkrebsarten (Basalzellkarzinom und Stachelzellkarzinom) sollten möglichst frühzeitig behandelt werden, denn dann ist die Krankheit fast vollständig heilbar. „Es ist wichtig, die Chance der frühen Diagnostik zu nutzen“, rät Kock. Das Screening übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre für ihre Versicherten vom 35. Geburtstag an.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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