Krankenhaus investiert in neue Speisenverteiltechnik
Warm statt aufgewärmt

Sergej Tiessen zeigt die Speisenverteilwagen, die das Essen auf der richtigen Temperatur halten.Foto: ZED

Warm serviert statt aufgewärmt kommt ab sofort das Essen zu den Patienten im Evangelischen Krankenhaus. Insgesamt 1,2 Millionen Euro investiert die Evangelische Krankenhausgemeinschaft in das neue System, das nicht nur eine bessere Qualität der Speisen, sondern auch eine deutliche Arbeitserleichterung für die Mitarbeiter bedeutet.
Die 83 neuen Speisenverteilwagen sind nicht nur wendiger, sondern auch deutlich leichter und obendrein besser zu reinigen. Statt großer Technik sorgen nun kleine Wachskerne für die richtige Temperatur in den Speisewagen. Über mehrere Stunden werden die Wachskerne bis auf 138 Grad erhitzt und beim Portionieren unter den Hauptspeisen-Teller gelegt, ehe das Menü am Ende mit Clochen, den in Großküchen typischen Kunststoffdeckeln, verschlossen wird. Kalte Speisen werden mit Akkus gekühlt, die in die Seite der Speisewagen geschoben werden. Damit sich die warmen und kalten Speisen auf dem Tablett nicht in die Quere kommen und die -20 Grad kalten Platten wirklich nur das kühlen, was sie sollen, sind die Wagen im Innern mit kleinen Trennwänden ausgestattet.
Die Umstellung auf das neue System war mit großem Aufwand verbunden. Beinahe ein Jahr verging von der Planung bis zur Umsetzung. Schließlich mussten neue Speisenverteilwagen, Tabletts und Geschirr angeschafft und dazu die Küche teilweise umgebaut werden. Im laufenden Betrieb bedeutete dies eine logistische Meisterleistung. „Das war eine Herkules-Aufgabe, die das gesamte Team aus Küche, Pflege, Transportdienst, Betriebstechnik und Dienstleistungsgesellschaft gemeistert hat“, lobt Danh Vu, Verwaltungsdirektor des Krankenhauses.
Ein positiver Nebeneffekt der neuen Verteilung ist übrigens das Geschirr: Weil es dank des Systems nicht mehr für Kontaktwärme geeignet sein muss, wird das Essen nun auf Tellern mit blauem Dekor serviert, die die weißen ablösen. „Das sieht viel schöner aus. Das Auge isst schließlich mit“, sagt Thomas Thiekötter, Leiter der Zentralküche.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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