Zahl der Erkrankungen war im vergangenen Jahr hoch
Warnung vor Novovirus

Eine Ansteckung mit Noroviren kommt im Herbst und Winter besonders häufig vor. Hygiene-Regeln helfen den Menschen in Herne, sich vor den Erregern, die Übelkeit und Durchfälle verursachen, zu schützen. Foto: AOK
  • Eine Ansteckung mit Noroviren kommt im Herbst und Winter besonders häufig vor. Hygiene-Regeln helfen den Menschen in Herne, sich vor den Erregern, die Übelkeit und Durchfälle verursachen, zu schützen. Foto: AOK
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Novoviren verursachen Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle und verbreiten sich rasend schnell. Anstecken kann man sich zwar das ganze Jahr über, aber im Herbst und Winter kommt das besonders häufig vor. 2018 gab es laut Robert-Koch-Institut in Herne 88 Fälle von Gastroenteritis, verursacht durch das Norovirus.

Wo viele Menschen zusammen sind, wie beispielsweise in Kindergärten, Altenheimen und Krankenhäusern, können sich die Viren schnell ausbreiten. Besonders betroffen sind Kinder unter fünf Jahren und ältere Menschen. "Umso wichtiger ist es, bestimmte Hygiene-Regeln zu beachten, die vor den Erregern schützen können“, sagt Jörg Kock von der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK).
Die Infektion verläuft in der Regel kurz und heftig: Sie beginnt plötzlich mit schwallartigem Erbrechen oder starkem Durchfall. Betroffene fühlen sich schwach und matt, haben oft Bauch-, Kopf- und Gliederschmerzen, gelegentlich leichtes Fieber. Dann heißt es: Bettruhe einhalten, viel trinken und sich mit Schonkost begnügen. Damit ist die Infektion nach ein bis zwei Tagen meistens überstanden. Kinder und Senioren können bei länger anhaltenden Durchfällen Kreislaufprobleme bekommen, weil sie über geringere Flüssigkeitsreserven verfügen.
Über Stuhl und Erbrochenem scheiden die Erkrankten die Viren aus, die dann hauptsächlich über eine Schmierinfektion von Mensch zu Mensch oder verunreinigte Gegenstände übertragen werden. Die Erreger können auch über die Luft durch kleine Tröpfchen übertragen werden. Es kann also reichen, sich mit dem Erkrankten in einem Zimmer aufzuhalten, um sich zu infizieren. Um niemanden anzustecken, sollten die Betroffenen deshalb bis zwei Tage nach Abklingen der Symptome möglichst abgeschirmt bleiben. Das heißt, Kontakte mit anderen Menschen auf ein Minimum reduzieren, eigene Handtücher und Hygieneartikel nutzen, wenn möglich auch eine eigene Toilette. Und: Kein Essen für andere zubereiten, weil die Erreger auch an Lebensmitteln haften bleiben können.
Eine grundlegende Hygiene-Maßnahme ist, sich die Hände immer wieder zwischendurch gründlich mit Seife zu waschen. Das gilt für die Erkrankten, aber auch für alle anderen. Und das gilt vor allem nach dem Toilettengang, vor und nach der Küchenarbeit und vor dem Essen. Die Hygiene-Regeln sind auch dann noch zu beachten, wenn die Symptome bereits abgeklungen sind. Denn die Viren werden in der Regel noch bis zu 14 Tage nach einer akuten Erkrankung mit dem Stuhl ausgeschieden.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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