Einkaufsführer für das Ruhrgebiet erschienen und Website eingerichtet
Wege zu fairer Mode

Nicola Henseler von Fairnica und Danica Jovanovic von der Akademie Mode und Design präsentieren den Einkaufsführer. Foto: Bettina Steinacker
  • Nicola Henseler von Fairnica und Danica Jovanovic von der Akademie Mode und Design präsentieren den Einkaufsführer. Foto: Bettina Steinacker
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Wie fair geht es zu in meinem Kleiderschrank? Unter welchen Bedingungen wurde das T-Shirt produziert, in dem ich unbeschwert den Sommer genieße oder die Jeans, die mir so perfekt passt?

Immer mehr Menschen stellen diese Fragen. Sie wollen wissen, wie und wo ihre Kleidung hergestellt wurde. Zudem wollen sie wissen: Wo finde ich in meiner Stadt attraktive Mode, die zu fairen Bedingungen produziert wurde? Die Antworten auf diese Fragen liefert "Buy good Stuff", der erste Einkaufsführer für faire Mode, der im Ruhrgebiet lebenden Verbrauchern eine Orientierung bieten möchte. Zusätzlich gibt es zahlreiche Online-Features.

Im vergangenen Jahr erschien bereits eine Druckausgabe des Führers mit einer Auflage von 10000 Exemplaren.

Auf der Website zur Kampagne wird nun das große Angebot an fairer Mode im Revier online sichtbar. Eine interaktive Karte hilft bei der Suche geeigneter Geschäfte; 160 sind aufgelistet.

Im Einkaufsführer ist auch das Herner Start-Up Fairnica porträtiert. Dieser Online-Store hat sich darauf spezialisiert, faire Mode zu verleihen. Kleidung wird in Kapseln zusammengestellt, die sich monatsweise mieten lassen. Auf der Karte sind einige Secondhand-Läden in der Stadt aufgeführt. Ein größeres Angebot gibt es zum Beispiel in Städten wie Bochum oder Essen.

Zahlreiche Designer, Firmen und Inhaber von Geschäften aus dem Ruhrgebiet kommen in redaktionellen Beiträgen zu Wort. „Gerade den stationären Einzelhandel hat die Corona-Pandemie hart getroffen. Wir hoffen, den Einzelhändlern mit der Online-Ausgabe bei der Überwindung der Krise helfen zu können“, sagt Ina Köhler, Studienleitung Modejournalismus/Medienkommunikation an der Akademie Mode und Design in Düsseldorf. „Mit dem Kauf von fairer Mode werden auch die Produzenten in den Ländern des Südens unterstützt, die besonders unter den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie leiden", ergänzt Markus Heißler. Weitere Artikel berichten daher auch über die Probleme konventioneller Fertigung und die Möglichkeiten ökologischer Produktion unter fairen Arbeitsbedingungen.

Bei der Initiative handelt es sich um ein breit aufgestelltes Kooperationsprojekt von Engagement Global, der Akademie Mode und Design, des Netzwerks Faire Metropole Ruhr und dem Seminar für Kulturanthropologie des Textilen an der Technischen Universität in Dortmund.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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