Die Stadt stellt weitere Tagesmütter ein
Willkommen in der Kita

Die zweite Kindertagesstätte in der Villa Sonnenschein hat ihre Pforten geöffnet. Foto: Nina-Maria Haupt/Stadt Herne
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Nachdem die Stadt vor wenigen Monaten eine zweite Kindertagesstätte in den Räumlichkeiten der Villa Sonnenschein in Sodingen eröffnet hat, sind mittlerweile sämtliche Betreuungsplätze belegt und der Alltag hat begonnen.

Fünf Kinder krabbeln, laufen und toben durch die hellen Räume der Kindertagesstätte. Ein kleiner Junge saust auf allen Vieren den Flur entlang zu Wiebke Jakobi, die ihn fröhlich in Empfang nimmt. Ein Einjähriger hat sich bei Denise Grams auf dem Arm eingekuschelt und schaut sich vorsichtig um, während ein kleines Mädchen das Spielzimmer erkundet.
Grams und Jakobi sind gelernte Erzieherinnen und Tagesmütter, die gemeinsam mit Kinderpflegerin Andrea Külbach in der Großtagespflege bis zu neun Kleinkinder betreuen. Der Unterschied zu anderen Tageseltern liegt darin, dass die Stadt die Räume gemietet und eingerichtet sowie die Mitarbeiterinnen fest angestellt hat.
Wie in einer großen Familie haben die Betreuerinnen einen Tagesablauf mit festen Zeiten für ein gemeinsames Frühstück und Mittagessen, Ruhe- und Spielphasen entwickelt. Sie kochen gemeinsam mit den Kindern, kaufen mit ihnen ein, gehen auf den Spielplatz oder in den Garten, der derzeit mit Spielgeräten und Sandkiste ausgestattet wird.
„Uns gefällt die Arbeit mit den ganz Kleinen“, sagt Denise Grams. „Wir leben mehr familiären Alltag. Wir kochen frisch mit Bioprodukten und fair gehandelten Lebensmitteln, können unseren Tagesablauf freier gestalten und verstärkt auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen. Als Tagesmutter ist man näher an den Kindern und den Familien.“ Gerade die Zusammenarbeit mit den Eltern sei intensiver, weil die Eltern in der Eingewöhnungsphase mit in der Einrichtung bleiben und die Tagesmütter zum Kennenlernen einen Hausbesuch machen.
Spätestens im Alter von drei Jahren sollten die Kinder in eine reguläre Kindertagesstätte wechseln. „Es wird aber niemand rausgesetzt“, betont Ulrike Jäger, Fachberaterin bei der Stadt. Sie trifft sich regelmäßig mit den Mitarbeiterinnen zur Besprechung, steht für Fragen zur Verfügung und ist Ansprechpartnerin für Eltern, die einen Betreuungsplatz suchen.
Gemeinsam mit den beiden von der Stadt betriebenen Kleinen Kitas hat sie einen Fragebogen entwickelt, den die Erzieherinnen zum ersten Kennenlernen mit den Eltern durchgehen. „Wir fragen, ob das Kind einen Schnuller braucht, ob es Allergien hat oder ein bestimmtes Kuscheltier möchte. Dadurch merken die Kleinen schon beim ersten Besuch, dass wir wissen, was sie brauchen. Und die Eltern wissen, dass ihre Kinder gut aufgehoben sind“, erklärt Grams.
Die 25-jährige Erzieherin hat bereits früher mit ganz kleinen Kindern gearbeitet, bevor sie in die Villa Sonnenschein wechselte. Auch dort ist sie als Erzieherin angestellt, hat die gleiche Arbeitszeit und das gleiche Gehalt wie ihre Kollegen in größeren Einrichtungen, da die Ansprüche an Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder gleichwertig sind.
Wer sich selbst ein Bild von den Kleinen Kitas machen möchte, kann dies am Samstag, 6. Juli, von 10 bis 14 Uhr in der Mont-Cenis-Straße 261 und in der Ringstraße 51 am Tag der offenen Tür tun. Die Mitarbeiterinnen der Villa Sonnenschein freuen sich auf Ihren Besuch.

Die zweite Kindertagesstätte in der Villa Sonnenschein hat ihre Pforten geöffnet. Foto: Nina-Maria Haupt/Stadt Herne

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