Herner EV bliebt in der Erfolgsspur und lädt am Sonntag zu einer besonderen Aktion ein
Auf Kuschelkurs

Mittlerweile ein gewohntes Bild: Der Herner EV bejubelt in dieser Saison regelmäßig Siege. Der Tabellenzweite gewann allein sechs seiner letzten sieben Spiele. Archivfoto: Arne Pöhnert
  • Mittlerweile ein gewohntes Bild: Der Herner EV bejubelt in dieser Saison regelmäßig Siege. Der Tabellenzweite gewann allein sechs seiner letzten sieben Spiele. Archivfoto: Arne Pöhnert
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Das Kopf-an-Kopf-Rennen in der Nordgruppe der Eishockey-Oberliga setzt sich fort. Der Herner EV gewann am vergangenen Wochenende beide Spiele und bleibt mit 69 Punkten Tabellenzweiter. An der Spitze stehen die Tilburg Trappers. Nur das Torverhältnis trennt beide Mannschaften.

Dramatik auf dem Eis erlebten 1500 Zuschauer am vergangenen Sonntag beim Gastspiel des Herner EV bei den Hamburg Crocodiles. 90 Sekunden vor dem Ende erzielte Marcus Marsall die Entscheidung zugunsten der Mannschaft von Trainer Danny Albrecht. Beim 6:5 (2:1, 1:2, 3:2) war allerdings Patrick Asselin Mann des Spiels. der 32-Jährige erzielte gleich fünf Tore, den Siegtreffer bereitete er vor.
Der Herner EV erwischte gegen den Tabellendritten einen guten Start und ging durch Tore in der 7. und 13. Minute mit 2:0 in Führung. Doch nur Sekunden darauf konnten die Hausherren verkürzen. Im zweiten Drittel drehten die Crocodiles zunächst das Spiel durch Tore in der 22. und 27. Minute. In dieser Phase kassierten die Gäste zu viele Strafzeiten, dennoch kamen sie in diesem Abschnitt noch zum Ausgleich (28.).
Im letzten Drittel sah zunächst alles nach einem Sieg der Hamburger aus, die durch Tore in der 44. und 51. Minute mit 5:3 in Führung gingen. In der 55. Minute überschlugen sich die Ereignisse: Binnen 17 Sekunden traf Asselin doppelt zum Ausgleich. Der Herner EV war jetzt wieder im Spiel und wollte mehr. Als die Zuschauer sich schon langsam auf eine mögliche Verlängerung einstellten, fand ein langer Pass aus dem eigenen Drittel Asselin, der bediente Marsall, der Torwart Kristian aussteigen ließ und zum 6:5 einschießen konnte.
In seiner Analyse nach dem Spiel sprach Danny Albrecht von einem Wechselbad der Gefühle, vergaß aber auch nicht zu erwähnen, welchem Spieler seine Mannschaft den sechsten Sieg in den vergangenen sieben Spielen zu verdanken hatte: "Mit Patrick Asselin hatten wir den überragenden Spieler auf dem Eis, der den Unterschied ausgemacht hat."
Am vergangenen Freitag erfüllte der Herner EV im Heimspiel gegen den Krefelder EV zwar seine Pflicht, bot den 1133 Zuschauern jedoch nur mäßig spektakulären Sport. Das 5:2 (2:1, 2:1, 1:0) war über weite Strecken eine zähe Angelegenheit. Folgerichtig sprach Danny Albrecht von einer "schweren Kost für jeden auf der Tribüne". Hätten die Gäste ihre Chancen besser genutzt, hätte seine Mannschaft auch als Verlierer vom Eis gehen können, befand der Trainer. Da der Tabellenletzte schon die ganze Saison im Angriff harmlos agiert, reichte es dennoch zum Sieg.
Der Herner EV, der ohne den erkrankten Nils Liesegang auskommen musste, beherrschte im ersten Drittel das Spiel. Zwar waren die Krefelder immer wieder nach Kontern gefährlich, doch die größeren Chancen hatten die Gastgeber. Dominik Piskor glich die Gäste-Führung aus der 4. Minute aus, nachdem er von der Strafbank kommend Nils Kapteinat keine Chance ließ (9.). Kurz vor Ende des ersten Drittels besorgte Julius Bauermeister mit seinem ersten Saisontor die Führung mit einem Schuss von der blauen Linie (19.).
Die zweiten 20 Minuten begannen wild. Erst traf der ehemalige Herner Edwin Schitz den Pfosten, kurz danach traf auch Dennis Thielsch die Umrandung. In der 26. Minute legte Thielsch seinem Sturmpartner Dennis Palka dann das 3:1 auf. Palka ließ Kapteinat aussteigen und schob ein (26.). Die Gäste blieben aber gefährlich und kamen nach einem Abspielfehler zum Anschluss (34.). 20 Sekunden später stellte Christoph Ziolkowski aber den alten Abstand wieder her und das erneut nach schöner Vorarbeit von Thielsch. Im weiteren Spielverlauf musste Torwart Björn Linda allerdings deutlich zu oft Kopf und Kragen riskieren, um die Führung zu halten.
Im letzten Abschnitt passierte erstmal relativ wenig. Zwei Minuten vor dem Ende war Fominych, der mit einem Rückhandschuss aus dem eigenen Drittel ins leere Tor traf und so für die Entscheidung sorgte. „Wir hätten bei besserer Chancenverwertung auch was mitnehmen können“, pflichtete der Krefelder Trainer Elmar Schmitz nach dem Spiel der Meinung seines Herner Kollegen bei.
Am Freitag tritt der Herner EV bei den Hannover Scorpions an. Das Spiel beim Tabellenfünften beginnt um 20 Uhr. Am Sonntag folgt das Heimspiel gegen die Rostock Piranhas, die derzeit Neunter sind. Beginn in der Eishalle am Gysenberg ist um 18.30 Uhr. An diesem Tag findet der Teddy-Bear-Toss statt: Nach dem ersten Treffer der Herner können die Zuschauer gut erhaltene Kuscheltiere auf Eis werfen. Die Tiere werden an eine Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe gespendet.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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