Endspurt um Platz sieben

Nicht gut war die Chancenverwertung des Herner EV am vergangenen Sonntag bei den Duisburger Füchsen. Beim 1:5 traf lediglich Philipp Kuhnekath.
  • Nicht gut war die Chancenverwertung des Herner EV am vergangenen Sonntag bei den Duisburger Füchsen. Beim 1:5 traf lediglich Philipp Kuhnekath.
  • Foto: Arne Pöhnert
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Drei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde droht dem Herner EV das Verpassen der Meisterrunde. Nach dem 1:5 bei den Füchsen Duisburg beträgt der Rückstand auf die Saale Bulls Halle zwei Punkte.

Eben diesen Gegner hatte der Herner EV am vergangenen Freitag noch mit 3:2 besiegt und in der Tabelle überholt. Mit der Niederlage in Duisburg tauschten die beiden Kontrahenten um den letzten Platz in der Meisterrunde jedoch wieder die Plätze.

Vor 1175 Zuschauer in der Eishallte am Gysenberg lag der Herner EV zwar über fast die gesamte Spieldauer in Führung, musste jedoch bis zum Ende um den Sieg zittern. Sören Hauptig (5.) und Brad Snetsinger (21.) erzielten das 2:0. Nach dem Anschlusstreffer in der 30. Minute traf Stephan Kreuzmann zum 3:1 (44.). In einem von den Gästen phasenweise hart geführten Spiel stand es in der 51. Minute nur noch 3:2. Doch in der Schlussphase drückten die Ostdeutschen vergeblich auf den für sie so wichtigen Ausgleich.

Die Handschrift von Interimstrainer Elmar Schmitz machte sich in diesem Spiel bemerkbar. Er stellte Stürmer Dominik Luft als sechsten Verteidiger auf und veränderte auch die Sturmreihen. In die Sturmreihe mit Brad Snetsinger und Aaron McLeod baute er DNL-Förderlizenzspieler Darren Mieszkowski ein, dafür rückte Lois Spitzner in die dritte Reihe. Und diese Angriffsformation mit Sören Hauptig und Christian Nieberle verdiente sich am Ende auch ein Lob des Trainers, brachte sie den Herner EV doch schon früh auf die Siegerstraße. Tatsächlich hätten die Gastgeber das Ergebnis vor allem im ersten Drittel deutlicher gestalten können, doch mit zunehmender Spieldauer kam auch der Gegner aus Halle zu Chancen, sodass der Heimsieg aus der Sicht des Trainers durchaus etwas glücklich zustande gekommen war.

Ein jubelnder Frank Petrozza am dritten Advent? Bei diesem Bild hätte vor wenigen Wochen noch jeder HEV-Anhänger einen Sieg seiner Mannschaft gegen die Füchse Duisburg erwartet. Nun aber stand der ehemalige Trainer auf der falschen Seite und bejubelte das 5:1 seiner neuen Mannschaft gegen den alten Verein.

Doch so klar das Ergebnis sich auch anhört, ganz so eindeutig war der Spielverlauf nicht. Beide Mannschaften lagen in der Torschussstatistik nahezu gleichauf. „Wenn man gewinnen will muss man auch im richtigen Augenblick ins Tor treffen", kritisierte Elmar Schmitz die Abschlussschwäche seiner Mannschaft, lobte aber ihre kämpferische Einstellung. Lediglich Philipp Kuhnekath gelang es, den Puck im gegnerischen Tor unterzubringen. Sein Treffer zum 1:3 in der 36. Minute machte zwar Hoffnung auf eine Überraschung, am Ende nutzten die Gastgeber ihre Chancen jedoch konsequent.

Möchte der Herner EV in der Tabellen noch auf den siebten Platz klettern, muss die Mannschaft mindestens die beiden nächsten Spiele gewinnen. Am Freitag geht es auswärts gegen den ECC Preußen Berlin (Beginn 19.30 Uhr). Am Dienstag kommen die Hauptstädter zum zweiten Duell nach Herne. Gespielt wird ab 18.30 Uhr. Von der Papierform her ist der Tabellenelfte in beiden Spielen ebenso klarer Außenseiter wie der Herner EV im dann folgenden letzten Spiel der Hauptrunde bei den Tilburg Trappers am Donnerstag, 28. Dezember.

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