Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen bringt ein neues Konzept auf den Weg
Maßnahmen gegen Gewalt auf dem Fußballplatz

150 Angriffe auf Schiedsrichter zählte der Fußballverband Westfalen in der Hinrunde der laufenden Saison.

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen reagiert auf die zunehmende Gewalt im Amateurfußball: Auf seiner turnusmäßigen Sitzung am Dienstag vergangener Woche in Kaiserau verabschiedete das Präsidium ein Konzept zur Gewaltprävention und zum Konfliktmanagement. "Unsere Null-Toleranz-Politik gegenüber Gewalttätern wird jetzt mit einem Konzept untermauert, das ein klares Ziel hat: die Reduzierung von Gewalt und Spielabbrüchen", sagte Präsident Gundolf Walaschewski.

Dass ein solches Konzept überhaupt notwendig geworden ist, belegen alarmierende Zahlen: Seit der Saison 2017/18 ist die Zahl der Gewalt auf westfälischen Fußballplätzen um rund 20 Prozent gestiegen. Allein in der Vorrunde der laufenden Saison wurden 254 Vorfälle verzeichnet, davon galten 150 Angriffe den Schiedsrichtern.

Konzept in der Winterpause erarbeitet

"Diese Entwicklung müssen wir zwingend stoppen", betont Andree Kruphölter. Der Rechtsanwalt ist seit Mai vergangenen Jahres als Beisitzer im Präsidium des Verbandes für Sicherheit, Gewaltprävention und Fair-Play zuständig. Unter seiner Regie und mithilfe von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern ist rund um die Winterpause das neue Konzept entstanden. "Wir haben die spielfreie Zeit dazu genutzt, die Hinrunde komplett aufzuarbeiten und schnellstmöglich ein Papier auf den Weg zu bringen, das die Gewalt im Fußball reduzieren soll", sagt der 45-Jährige.

Dazu vernetzt das Anti-Gewalt-Konzept alle Ebenen des Fußballs und setzt auf eine enge Zusammenarbeit zwischen den Gremien des Verbandes, den Beteiligten in den Kreisen und Vereinen. So wird es Deeskalations-Trainings für Schiedsrichter geben und Schulungen für Staffelleiter sowie für die Ordnungsdienste der Vereine. Langfristig soll auch eine Evaluation der Sportgerichtsbarkeit und der Austausch mit Richtern zu einer Anpassung des Strafmaßes führen.

Gütesiegel im Trainerpass

Auch in die Aus- und Weiterbildung wird das Konzept aufgenommen. Zur Stärkung der Eigenverantwortung und Identifikation mit den Werten des Fußballs wird ein Trainerpass als Gütesiegel und eine Schulungseinheit "Anti-Gewalt" entwickelt.

Ab sofort wird mit Alexander Lüggert ein neuer Mitarbeiter des Verbandes als erste Anlaufstelle bei Vorfällen von Gewalt fungieren. Der Lüner ist für die zeitnahe Aufnahme dieser Fälle und die Kontaktaufnahme zu Opfern und Vereinen zuständig. Lüggert ist für Vereine, Schiedsrichter und Funktionäre per E-Mail (alexander.lueggert@flvw.de) und unter der Telefonnummer 02307/371244 zu erreichen.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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