Niederlage ohne fünf Stammspieler

Nur noch zwei Spiele bestreitet der Herner EV in der Meisterrunde.

Nur ein Meisterschaftsspiel bestritt der Herner EV am vergangenen Wochenende. Am Freitag trat die Mannschaft von Trainer Frank Petrozza ohne fünf Leistungsträger bei den Crocodiles Hamburg an und verlor mit 2:4 (1:1, 1:0, 2:1). Zwei Spieltage vor dem Ende der Meisterrunde kommt der Herner EV auf 99 Punkte und liegt damit zehn Zähler vor den Tilburg Trappers, Füchsen Duisburg und Moskitos Essen.

Petrozza nahm seine Mannschaft nach der Niederlage in Schutz: "Sie hat trotz der Ausfälle Charakter gezeigt, ist nach zweimaligem Rückstand zurückgekommen und hat insgesamt eine gute Leistung gezeigt." Mehr als das 2:4 schmerzte die Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Brad Snetsinger, die dieser sich direkt nach dem Abpfiff abholte. Nach einem Wortgefecht mit Hauptschiedsrichter Jan Korb sprach dieser zwei Zehnminutenstrafen aus. Diese bedeuten automatisch eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Snetsinger wird also im nächsten Meisterschaftsspiel gegen die Duisburger Füchse nicht zur Verfügung stehen.

Zum Spiel: Im ersten Drittel hatte der Herner EV mehr Spielanteile und gute Chancen, um in Führung zu gehen. Das 1:0 erzielten allerdings die Hamburger in der 12. Spielminute durch Pierre Kracht. Vier Minuten später glich der Herner EV durch Christian Nieberle zum 1:1 aus. Im zweiten Spielabschnitt trafen lediglich die Hamburger durch Anton Zimmer (38.). In dieser Phase haderte Frank Petrozza mit Einstellung seiner Spieler. Diese hätten zu viele Strafzeiten kassiert, so der Trainer. Die Gastgeber scheiterten vor dem 2:1 mit einem Penalty an Torhüter Michel Weidekamp.

Zwar gelang den Gästen zu Beginn des dritten Drittels der Ausgleich durch Dominik Luft (42.), doch in der Schlussphase entschieden die Crocodiles das Spiel zu ihren Gunsten. Andre Geratz erzielte in der 50. und 56. Minute die Treffer zum 4:2, als die Kräfte des Herner EV schanden. Der Ausfall von fünf Stammspielern machte sich in dieser Phase entscheidend bemerkbar. Petrozza: „Wir konnten nur mit vier Verteidigern und acht Stürmern spielen, da fehlte dann die Kraft zu einer weiteren Aufholjagd." Auch die Herausnahme des Torhüters zugunsten eines sechsten Feldspielers brachte nicht mehr.

Auswirkungen auf die Tabelle hatte die Niederlage nicht, da der Herner EV als Meister der Nordgruppe bereits feststeht. Das letzte Auswärtsspiel der Meisterrunde findet am Freitag bei den Duisburger Füchsen statt. Am Sonntag folgt das Finale mit dem Heimspiel gegen die Icefighters aus Leipzig. Beginn ist um 18.30 Uhr. DEB-Ligenleiter Oliver Seeliger wird dem Herner SV am Rande dieses Spiel den Pokal für den Sieg in der Meisterrunde überreichen.

Quelle: Klaus Picker/Herner EV

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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