IG Bau-Umfrage gegen Lohndrückerei und Urlaubskürzung 
Schwarze Schafe ertappen

Ist auch mein Arbeitsvertrag betroffen? Reinigungskräfte in Herne werden im Rahmen einer Online-Umfrage nach ihren Arbeitsbedingungen befragt. Foto: IG BAU
  • Ist auch mein Arbeitsvertrag betroffen? Reinigungskräfte in Herne werden im Rahmen einer Online-Umfrage nach ihren Arbeitsbedingungen befragt. Foto: IG BAU
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Hat der Chef schon, will er noch, oder lässt er die Finger davon? Die Rede ist von Änderungen in Arbeitsverträgen. Die gebe es gerade massiv bei den Reinigungskräften mit dem Ziel, Löhne weiter zu drücken und Urlaubsansprüche zu kürzen, berichtet die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt.

Um zu erfahren, was die Arbeitgeber ihren Beschäftigten in Herne zumuten, hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) eine Online-Umfrage für Reinigungskräfte gestartet. Ziel ist es, das Ausmaß von Lohndrückerei und Urlaubskürzung zu ermitteln. "In der Branche geht es gerade hoch her: Viele Reinigungskräfte werden regelrecht dazu gedrängt, geänderte Arbeitsverträge zu unterschreiben“, sagt Gabriele Henter, die die Aktionen der Gewerkschaft im Bezirk Bochm/Dortmund koordiniert. Man wolle mit der Umfrage gezielt „schwarze Schafe unter den Arbeitgebern orten“, von denen es Tag für Tag mehr gebe.
Henter macht die Kündigung des Rahmentarifvertrages für das Gebäudereiniger-Handwerk durch die Arbeitgeber als Ursache dafür aus. Konkret nähmen immer mehr Arbeitgeber dies zum Anlass, ihren Beschäftigten die Arbeitsbedingungen neu zu diktieren. „Die Reinigungskräfte bekommen deutlich weniger Lohn – schon dadurch, dass ihnen die Zuschläge bei Überstunden oder für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen teilweise komplett gestrichen werden. Und sie werden mit einem Minimum an Urlaubstagen abgespeist.“
Dass viele Beschäftigte sich überhaupt nicht auf Änderungen im Arbeitsvertrag einlassen müssen, darauf weist die IG BAU explizit hin. „Denn wer im Juli schon in der Branche gearbeitet hat, für den gelten die alten Bedingungen von Zuschlägen für Überstunden und bei schwerer Arbeit bis zum Urlaub“, klärt Henter auf. Der von den Arbeitgebern gekündigte Rahmentarifvertrag sei nämlich allgemein verbindlich gewesen und wirke deshalb nach.
Weitere Informationen:
sauberkeitbrauchtzeit.de

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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